Nach den Schülerprotesten in Lüttich hat die Polizei sechs Personen festgenommen. Drei Festnahmen erfolgten aus strafrechtlichen Gründen, drei weitere aus verwaltungsrechtlichen Gründen.
Bei den Protesten war es zu Gewalt und zu zahlreichen Sachbeschädigungen gekommen. Laut Polizei wurden Gegenstände und Böller auf Schulgebäude und Polizisten geworfen. Zudem wurde ein leitendes Personalmitglied einer Schule körperlich angegriffen.
Im Lütticher Stadtteil Hors-Château wurde unter anderem eine Mülltonne angezündet. Verkehrsschilder und Stadtmobiliar wurden beschädigt. Auch mehrere Fahrzeuge und ein Supermarkt waren betroffen. Die Polizei löste mehrere Gruppen auf.
Seit 13 Uhr wurden keine weiteren Vorfälle gemeldet. Die Ermittlungen laufen. Die Schüler fordern unter anderem kleinere Klassen und mehr Lehrkräfte.
Die Bildungsministerin der Französischen Gemeinschaft, Valérie Glatigny, verurteilte die Gewalt. Jeder dürfe seine Meinung äußern. Gewalt sei dabei aber nicht hinnehmbar, so Glatigny auf der Plattform X.
Zu den Protesten hatte ein Aufruf in den sozialen Netzwerken geführt. Auch in anderen Städten kam es am Donnerstag zu Ausschreitungen von Schülern, unter anderem in Visé, Seraing und Esneux.
meuse/belga/dop