In Lüttich sind am Donnerstagmorgen spontane Schülerproteste in Chaos ausgeartet. An mehreren Schulen gab es Ausschreitungen. Dabei wurden unter anderem Böller gezündet, Stadtmobiliar wurde in Brand gesetzt und es kam zu zahlreichen Sachbeschädigungen.
Besonders betroffen waren das Athenäum in Fragnée sowie die Schule Marie-Thérèse im Stadtteil Hors-Château. Das berichtet die Polizei.
Mehrere Hundert Schüler aus insgesamt zehn Schulen seien an den Protesten beteiligt gewesen. Einige Einrichtungen sollen den ganzen Tag von den Schülern blockiert bleiben, an anderen Einrichtungen wurden die Proteste am Nachmittag beendet.
Auch in Visé, Seraing und Esneux kam es an mehreren Schulen zu Schülerprotesten.
Grund für die Proteste sind die Reformen und Sparmaßnahmen im Unterrichtswesen der Französischen Gemeinschaft. Die Jugendlichen beklagen sich unter anderem über zu hohe Schülerzahlen pro Klasse und zu wenig Lehrer.
Unterrichtsministerin Valérie Glatigny zeigte kein Verständnis für die Ausschreitungen. Jeder dürfe seine Meinung äußern. Gewalt sei dabei aber nicht hinnehmbar, so Glatigny auf der Plattform X.
meuse/belga/dop