Die Gemeinde Burg-Reuland verkürzt die verpflichtete Dauer bei der Verlängerung von Grabkonzessionen. Sie können künftig um zehn Jahre verlängert werden statt wie bisher um 30 Jahre.
Schöffin Karla Schommers erinnerte daran, dass der Reuländer Gemeinderat die Gebührenregelung auf den Friedhöfen erst im vergangenen Jahr festgelegt hatte. Grabkonzessionen werden demnach erstmalig für 30 Jahre vergeben, was unter anderem mit der vorgeschriebenen Ruhefrist zusammenhängt.
Mit der kürzeren Dauer bei einer Verlängerung komme man den Bürgern entgegen. Bei einem Einzelgrab beträgt die Summe 150 Euro für eine Verlängerung um zehn Jahre, bei Doppelgräbern liegt die Gebühr bei 300 Jahre für zehn Jahre.
Bislang lief auch die Verlängerung zwingend über 30 Jahre. Nun steht den Antragstellern frei, die Konzession mehrmalig bzw. für eine längere Dauer zu verlängern.
Geschlossen für neue Feuerwehrhalle und ÖSHZ
Der Reuländer Gemeinderat stimmte auch geschlossen für den Verkauf einer Parzelle an die Hilfeleistungszone DG zum Bau einer Feuerwehrhalle.
Gleiches galt für die Nutzungsvereinbarung mit dem Öffentlichen Sozialhilfezentrum, das im Sommer auf die erste Etage des Kulturhauses in Burg-Reuland umgezogen ist. Bürgermeister Alain Stellmann erklärte, dass in diesem Fall auf eine Miete verzichtet werde, weil diese sonst ohnehin über den Gemeindezuschuss übernommen werden müsste. Beim ÖSHZ handele es sich schließlich um eine Einrichtung der Gemeinde.
Romano Schmitz: "Kirchenunterhalt ein Fass ohne Boden"
Der Gemeinderat genehmigte mehrheitlich die Haushaltsabänderung der Kirchenfabrik Burg-Reuland. Karla Schommers erklärte, dass die Anpassungen schon mit der geplanten Restaurierung des Kirchenprotals zusammenhängern, die für das kommende Jahr geplant ist.
Für Romano Schmitz ist das "ein gutes Beispiel" dafür, dass die Kirchen Unterhalt brauchen. Und das sei ein "Fass ohne Boden".
Karla Schommers wies ihrerseits darauf hin, dass es sich bei der Kirche in Burg-Reuland um wertvolles Kulturerbe handele. Damit erklärte sich auch Romano Schmitz einverstanden. Man könne sich gerne darauf einigen, welche Kirchen unterhalten werden sollen. Er stimmte letztlich gegen die Haushaltsanpassung der Kirchenfabrik Burg-Reuland, Shayne Piront und Serge Dollendorf enthielten sich der Stimme.
Bei der Rechnungslegung 2025 der Kirchenfabrik Ouren gab es vier Stimmenthaltungen.
Stephan Pesch