Der Tag beginnt für den Nachwuchs bereits am Morgen im Kulturhaus. Schülerinnen und Schüler ab dem ersten Schuljahr treffen sich zur letzten Probe. Die Tanzschritte müssen sitzen, denn wenig später geht es gemeinsam mit den Vereinen zum traditionellen Kirmesprogramm.
Nach der Prozession zum Kriegerdenkmal, bei der in einer Rede vom Präsidenten des Junggesellenvereins an die verstorbenen Soldaten erinnert wird, geht es weiter in Richtung Fußballplatz. Dort beginnt schließlich der Ronnen. Der Musikverein gibt den Takt vor und rund 280 Tänzerinnen und Tänzer setzen sich in Bewegung. In immer enger werdenden Runden geht es über den Platz.
Zum Ronnen gehört auch der Lancier, ein fünfteiliger Tanz irischen Ursprungs, der über Frankreich nach Ostbelgien gelangt ist. In Recht tanzen Kinder und Erwachsene gemeinsam. Dabei sind teilweise drei Generationen einer Familie beteiligt.
Anschließend folgt die Quadrille. Die Paare bilden große Vierecke, bewegen sich gemeinsam über den Platz und zeigen die einstudierten Figuren.
Den Höhepunkt bildet der große Abschluss des Ronnen. Die Tänzer teilen sich in zwei Kreise, die sich immer wieder zu einem Tunnel verbinden. Durch diesen zieht ein Junggeselle einen Hakenpflug. Der Brauch soll an die Fruchtbarkeit des Bodens erinnern.
Unter großem Applaus endet der Ronnen. Für den Junggesellenverein ist klar: Die Tradition soll weiterleben. Und auch der Nachwuchs ist bereits dabei. Mit strahlenden Gesichtern verlassen die Kinder den Platz – bis der Musikverein im kommenden Jahr wieder zum Ronnen aufspielt.
Robin Emonts







