Was passiert eigentlich hinter den vielen verschlossenen Türen eines Krankenhauses? Am Sonntag bot sich die Gelegenheit, genau das – und vieles mehr – herauszufinden.
Im Labor ging es um Blutgruppen und Bakterien – klar, dass ein Blick durch das Mikroskop dabei nicht fehlen durfte. Bei der Händedesinfektion zeigte eine spezielle Lampe, ob wirklich alle Stellen an den Händen sauber waren. Auch die Chirurgie und Radiologie öffneten ihre Türen.
Ein Höhepunkt: die Rettungsvorführungen von Rettungskräften und Feuerwehr. Auf einem Gerüst, gegenüber des Krankenhauses, wurde ein Notfall simuliert. Am Besten fand der siebenjährige Elias "wie die mit der Drehleiter raufgefahren sind und als der Verletzte in den Krankenwagen reingetragen wurde."
Der Kontakt zu den Mitarbeitern spielte natürlich auch eine große Rolle. Und es gab die Möglichkeit, die Direktorin des Hauses mal kennenzulernen. Seit mehr als einem halben Jahr steht nun Lola Van Rampelbergh an der Spitze der Klinik. Zu tun hat sie genug. "Insbesondere die Reform der Krankenhauslandschaft und das Projekt der Klinik Eifel-Ardennen sind anstrengend. Ich habe aber das Glück, auf ein kompetentes und motiviertes Team zählen zu können."
Klar: Der Tag der offenen Tür war auch dafür da, um einen Blick auf die Geschichte der Klinik zu werfen. 1886 hatte die Klinik 50 Betten und wurde von Ordensschwestern geführt. Heute sind es rund 160 Betten und fast 700 Mitarbeiter.
Werner Henkes, der Präsident der Klinik, weiß, was die Klinik St. Josef so wichtig für die Region macht. "Wenn wir hier keine Klinik hätten, dann hätten wir hier ein riesiges, weißes, Loch. Eine große Fläche, die medizinisch nicht versorgt wäre. Es geht darum, dass die Menschen eine wohnortnahe und deutschsprachige Behandlung genießen können."
140 Jahre Klinik St. Josef in St. Vith – am Sonntag ging es nicht nur um die Geschichte des Hauses. Es ging um den Kontakt zu den Menschen. Ein gelungener Tag der offenen Tür, bei dem das Kennenlernen, Nachfragen und Ausprobieren im Fokus standen.
Beim Jubiläumsfest am Samstag wurde auch Schwester Margarithis besonders geehrt. Sie hatte am 20. September ihr diamantenes Ordensjubiläum gefeiert – 60 Jahre im Dienst der Ordensgemeinschaft und der Menschen.
1976 begann sie in der Klinik St. Josef als Krankenpflegerin in der Inneren Medizin. Später war sie viele Jahre als Pflegedienstleiterin tätig. Über Jahrzehnte hat sie damit die Pflege und die Entwicklung der Klinik mitgeprägt.
Dogan Malicki













