Die Verhandlung gegen Antonio Ferrara und neun weitere Angeklagte ist abgeschlossen. Das Brüsseler Strafgericht hat am Donnerstag die Beweisaufnahme beendet.
Die zehn Männer müssen sich wegen des mutmaßlichen Überfalls auf ein Gelddepot in Bochum verantworten. Die Angeklagten waren nach einem spektakulären Polizeieinsatz im Februar 2025 in Eupen festgenommen worden. In vier Fahrzeugen fanden die Ermittler zahlreiche Waffen und Munition sowie 152 Gramm Sprengstoff. Die Staatsanwaltschaft geht deshalb davon aus, dass die Männer einen Überfall auf das Gelddepot vorbereiteten.
Die Angeklagten bestreiten die Vorwürfe. Sie unterstellen der Polizei Tötungsabsichten. Die Festnahme in Eupen habe sie fürs Leben gezeichnet, sagte einer der Angeklagten vor Gericht. Für ihre Rechtsanwälte ist der Vorwurf des versuchten Raubüberfalls mit Gewaltanwendung nicht stichhaltig. Es seien viele andere Szenarien denkbar. Die Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafen zwischen zehn und 18 Jahren. Das Urteil wird für den 23. Oktober erwartet.
belga/gaz