Die archäologischen Grabungen am Aachener Münsterplatz sind nach rund einem halben Jahr abgeschlossen. Dabei haben die Archäologen unter anderem einen bisher unbekannten mittelalterlichen Brunnen entdeckt.
Der Brunnen wurde gleichzeitig mit der Grenzmauer des Marienstifts errichtet. Er gründet auf einer römischen Straße, die nach Einschätzung des Stadtarchäologen Andreas Schaub möglicherweise zum Hauptzugang der römischen Heilthermen geführt hat.
Außerdem hat das Team rund 60 Gräber aus dem 12. bis 18. Jahrhundert dokumentiert. Besonders aufwendig war die Bergung einer Doppelbestattung zweier Säuglinge. Recherchen in Tauf- und Sterberegistern sollen klären, um wen es sich bei den mutmaßlichen Zwillingen gehandelt hat. Unter den weiteren Funden sind Glasmosaiksteine aus römischer Zeit, Keramik aus der Merowinger- und Karolingerzeit sowie Pilgermuscheln.
Die Grabungen hatten Ende Februar begonnen. Anlass waren zwei Baumscheiben, die Einblicke in längst vergangene Zeiten ermöglicht haben. Dort hatten Linden gestanden, die 2023 bei einem Sturm zerstört worden waren. Nun sollen an der Stelle in Kürze zwei neue Linden gepflanzt werden.
mitt/js
Ich bin mehrmals an der Ausgrabungsstätte gewesen, besonders verstörend war vielen die Erkenntnis anzusehen dass sie auf dem Münsterplatz über einen Friedhof laufen, bzw. dort ihren Kaffee trinken....