Merelbeke hat drei seiner bislang vier Meisterschaftsspiele in der 1. Flämischen Amateurdivision gewonnen. Auch im Pokal hat Merelbeke bereits auf sich aufmerksam gemacht. Der Klub setzte sich in der letzten Runde gegen Stade Verviétois mit 2:1 durch.
Eupens Trainer Felice Mazzù ist sich der Herausforderung bewusst und warnt davor, die Begegnung aufgrund des Klassenunterschieds auf die leichte Schulter zu nehmen. "Wir werden das Spiel seriös angehen. Alle unsere Spiele müssen wir mit dem Ziel bestreiten, sie zu gewinnen". Für den Trainer gibt es dabei keinen Unterschied zwischen vermeintlich großen und kleinen Spielen.
Gerade im Pokal sei diese Einstellung von besonderer Bedeutung. Merelbeke hat mit den beiden bisherigen Erfolgen bereits bewiesen, dass die Mannschaft in diesem Wettbewerb konkurrenzfähig ist. Für Eupen geht es deshalb darum, von Beginn an konzentriert aufzutreten und dem Gegner keinen Raum zu geben, an eine weitere Überraschung zu glauben.
Gleichzeitig bietet die Pokalpartie der AS Eupen die Möglichkeit, einzelnen Spielern Einsatzzeit zu geben, die zuletzt vielleicht weniger zum Zuge gekommen sind. Für Mazzù ist dies ein wichtiger Aspekt des Wettbewerbs. "Der Pokal ist ein Ziel, sowohl individuell als auch kollektiv", sagt der Trainer. Man könne den einen oder anderen Spieler einsetzen, Erfahrungen sammeln und an Reife gewinnen. Für einige Akteure bietet die Begegnung in Merelbeke damit die Chance, sich zu zeigen und sich für weitere Einsätze zu empfehlen.
An der grundsätzlichen Zielsetzung soll eine mögliche Rotation jedoch nichts ändern. "Der Ehrgeiz und der Wille, immer gewinnen zu wollen, sind wichtig für die Kultur des Sports", so Mazzù. Mit dieser Haltung will die AS Eupen beim formstarken KFC Merelbeke auftreten und den Einzug in die nächste Runde des Landespokals schaffen.
Christophe Ramjoie