Die Rechnung vom Brand im Hohen Venn wird immer dicker. Jetzt hat auch die Hilfeleistungszone Vesdre-Hoegne und Plateau erste Zahlen veröffentlicht. 550.000 Euro kamen allein in der ersten Woche zusammen - und selbst dieser Betrag enthält lediglich die Personalkosten und beruht auf einer groben Schätzung. Die Materialkosten und die Einsatzstunden der anderen Wochen müssen noch berechnet werden.
Die Hilfeleistungszone VHP deckt unter anderem die Gemeinde Baelen ab, wo der Brand ausgebrochen war.
Insgesamt waren Kräfte aus 29 Hilfeleistungszonen des Landes im Venn im Einsatz. Ähnliche Kostenschätzungen gibt es auch von der Hilfeleistungszone DG.
Die wichtigste Frage ist jetzt, wer die Mehrkosten trägt. Ohne zusätzliche Mittel von übergeordneten Regierungsebenen könnten die Zonen- und damit auch die Gemeinden - auf der Rechnung sitzen bleiben. Angesichts der angespannten Finanzlage auf lokaler Ebene ist das problematisch. Deshalb fordern einige Verantwortliche einen speziellen Finanzierungsmechanismus für Katastrophen.
Die Hilfeleistungszone VHP will sich außerdem als Zivilpartei an den Ermittlungen zum Ursprung des Feuers beteiligen. Sie will ihre Interessen geltend machen und wo möglich auch Entschädigungszahlungen aus einem eventuellen Prozess bekommen.
meuse/ake