Jean-Paul Bastin, Bürgermeister von Malmedy und Regionalabgeordneter von Les Engagés, hat Vorschläge unterbreitet, um die Bevölkerung künftig besser vor großer Hitze zu schützen. Bastin sprach sich unter anderem dafür aus, Finanzierungen ohne Zinsen zu ermöglichen, damit Einrichtungen wie Alters- und Pflegeheime entsprechende bauliche Veränderungen vornehmen können. Zudem sollten geeignete Plätze und öffentliche Gebäude ausgemacht werden, die der Bevölkerung bei großer Hitze als kühlender Unterschlupf dienen könnten.
Bastin will in bewohnten Gebieten ebenfalls natürliche Schattenbereiche schaffen. Das soll durch die Anpflanzung von Bäumen oder Hecken geschehen. Auch im öffentlichen Nahverkehr muss es Anpassungen geben, fordert der Bürgermeister von Malmedy: Bastin spricht sich dafür aus, die Ausstattung von Bussen und Bahnen mit Klimaanlagen fortzusetzen: "Es muss verhindert werden, dass die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel bei Hitzewellen zur Qual wird", sagte er.
Kritik am Umgang mit dem Vennbrand äußerte Bastin nicht, forderte aber, dass künftig bei möglichen ähnlichen Ereignissen schneller Fluggeräte zur Verfügung stehen, um Feuer aus der Luft zu bekämpfen. Er will zudem eine verstärkte Koordinierung zwischen den Hilfeleistungszonen. Auch eine Zusammenlegung gewisser Hilfeleistungszonen schließt der Bürgermeister von Malmedy und Regionalabgeordnete nicht aus.
avenir/moko