Diese Mobilitätsknoten bündeln verschiedene Angebote an einem Ort. In Büllingen steht der erste Mobipôle der Gemeinde kurz vor der Fertigstellung - gegenüber der Feuerwehrkaserne.
Umsteigen leicht gemacht
"Das ist mehr als ein Busparkplatz", sagt Bürgermeister Rainer Stoffels. Der neue Standort soll Fahrgemeinschaften ermöglichen und Autofahrern den Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr erleichtern. Wer mit dem Auto anreist, kann es dort abstellen und direkt in den TEC-Bus umsteigen.
Auch für Radfahrer gibt es Angebote: Fahrradboxen und Ladestationen für E-Bikes sollen den Umstieg auf das Fahrrad attraktiver machen. Gleichzeitig soll der Mobipôle den Ortseingang aufwerten und als moderne Visitenkarte Büllingens dienen.
Vom neuen Knotenpunkt sollen nicht nur Einheimische profitieren. Auch Touristen werden in Büllingen empfangen. Für Campinggäste gibt es Stellplätze sowie die Möglichkeit, Toiletten zu entleeren und Frischwasser aufzunehmen.
Weitere Standorte in Ostbelgien
Die Wallonische Region will mit dem Ausbau des Netzes das Verkehrsaufkommen und den CO₂-Ausstoß senken. Weitere Mobipôles entstehen in Weywertz und Bütgenbach. In Bütgenbach soll der neue Knotenpunkt zentral in der Nähe der Escobar eingerichtet werden.
Die TEC will ihr Busnetz künftig stärker auf die Mobipôles ausrichten. Dadurch werden die Fahrten zwar nicht unbedingt schneller, die Anschlüsse sollen aber besser aufeinander abgestimmt werden.
"Da baut die TEC dann ihr Netz drum herum", erklärt der Bütgenbacher Mobilitätsschöffe Stéphan Noel. Ziel sei es, die Verbindungen gezielt im Hinblick auf die neuen Mobilitätsknoten zu optimieren.
Auch Elsenborn im Gespräch
In Bütgenbach ist die Standortfrage allerdings noch nicht endgültig abgeschlossen. Die Gemeinde hätte eigentlich auch gerne Elsenborn als Mobipôle-Knotenpunkt gesehen.
Auch in St. Vith haben die Bauarbeiten für einen Mobipôle begonnen. Der Standort liegt an der Aachener Straße, schräg gegenüber dem Sitz der Polizeizone.
Mehr Flexibilität für Pendler, bessere Verbindungen zu den größeren Zentren und ein Beitrag zum Klimaschutz - die Ziele der neuen Mobilitätsknoten sind ambitioniert. Ob die Mobipôles tatsächlich zu einer Alternative zum eigenen Auto werden, hängt letztlich davon ab, wie praktisch und zuverlässig das Angebot im Alltag ist.
Manuel Zimmermann