Die Folgen des Betriebsunfalls in der Walhorner Molkerei sind noch nicht ausgestanden. Wie Lontzens Bürgermeister Patrick Thevissen mitteilte, hat die Umweltpolizei aus Lüttich im Anschluss vor Ort Erhebungen durchgeführt.
"Die Umweltpolizei hat mir bestätigt, dass man momentan nichts anderes machen kann als zu warten", sagte Thevissen am Montagabend in der Sitzung des Gemeinderates. "Man kann die Milch nicht wie Öl abschöpfen", so der Bürgermeister.
Bei dem Unfall waren am Donnerstagabend rund 150.000 Liter Milch ausgelaufen. Ein Tank sei ins Schwanken gekommen. Die Bewegung habe einen Riss zur Folge gehabt, woraufhin der gesamte Inhalt des Behälters ausgetreten sei, gab Thevissen seinen Kenntnisstand preis. Große Mengen Milch flossen in einen Bach. Das Wasser färbte sich weiß.
Die Auswirkungen sind laut dem Lontzener Bürgermeister immer noch zu sehen, mittlerweile sei das Wasser gräulicher geworden. "Mir ist bewusst, dass das keine annehmbare Situation ist, zumal auch die Natur darunter leidet. Die Fischpopulation ist an der Stelle in Mitleidenschaft gezogen", sagte Thevissen.
moko