Antonio Ferrara hat nun doch vor Gericht zu den Taten im Zusammenhang mit dem vereitelten Raufüberfall auf ein Wertransportunternehmen in Bochum Stellung bezogen. Der Brüsseler Strafgerichtshof akzeptierte eine entsprechende Anfrage des sogenannten "Ausbrecherkönigs". Bei der ersten Befragung zum Prozessauftakt Ende Mai hatte er die Aussage verweigert.
Am Montag erklärte er dann vor Gericht, er habe sich ausschließlich in Belgien aufgehalten, um Fahrzeuge zu kaufen und abzuholen. Von einem Raubüberfall habe er nichts gewusst. Er sei an dieser Sache absolut unbeteiligt.
Zwar gab er zu, Kontakt zu einigen Mitangeklagten gehabt zu haben, aber dies seien lediglich freundschaftliche Kontakte gewesen. Sie hätten nichts mit kriminellen Aktivitäten zu tun gehabt. Ferrara war an Altweiber 2025 gemeinsam mit weiteren Angeklagten bei einem filmreifen Polizeieinsatz in Eupen festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft fordert für ihn 18 Jahre Haft.
belga/ake