Die Zahl der Kinder im Kindergartenalter ist in der französischsprachigen Gemeinschaft Belgiens in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. In der Deutschsprachigen Gemeinschaft zeigt sich laut dem Magazin Le Vif dagegen ein anderes Bild.
Während die Zahl der Kindergartenkinder im französischsprachigen Landesteil innerhalb von elf Jahren um über zehn Prozent gesunken ist, verzeichneten mehrere DG-Gemeinden deutliche Zuwächse. In Eupen stieg die Zahl der Kinder im Kindergarten um rund 20 Prozent, in Raeren um 20,3 Prozent und in Lontzen sogar um 30,2 Prozent.
Als Grund wird unter anderem die vergleichsweise stabile Geburtenrate genannt, die allerdings seit 2023 auch hier rückläufig ist. Die Auswirkungen werden aber erst nach und nach in den Kindergärten sichtbar.
Ein weiterer Faktor: Seit September 2024 können Kinder in der DG bereits ab zweieinhalb Jahren den Kindergarten besuchen. Das hat die Zahl der Einschreibungen zusätzlich erhöht.
Insgesamt dürfte der Rückgang der Kinderzahlen in Belgien weitergehen.
levif/re