Die Gemeinde Raeren will, dass der Bergscheider Hof für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglicher wird. Derzeit erschweren Treppen und Stufen den Zugang. Die Pläne dazu hatte die Gemeinde schon vor zwei Jahren in Angriff genommen. Auch die Deutschsprachige Gemeinschaft will das Projekt bezuschussen. Jetzt hat der Gemeinderat die Ausschreibung dazu verabschiedet.
Bis zu 204.000 Euro soll der Umbau kosten. Darin enthalten ist auch eine neue Theke für den großen Saal und eine Option, um die Außenanlagen mit befestigten Flächen anzupassen. Christoph Baum von Mit Uns beklagte in der Sitzung, dass die Mehrheit einen Vorschlag aus seiner Fraktion nicht aufgegriffen und auch nicht mit den Vereinen, die den Bergscheider Hof nutzen, besprochen habe. Der Vorschlag betraf den Umbau der Theke im Saal, aber auch das Gesamtkonzept des Bergscheider Hofs.
Wie aus der Antwort von Bürgermeister Mario Pitz hervorging, hätte die Idee von Mit Uns bedeutet, die Wirtschaft und den Saal räumlich zu vereinen, indem die Trennwand eingerissen und gegebenenfalls durch eine Faltwand ersetzt worden wäre. Laut Pitz war das Umbau-Projekt aber schon zu weit fortgeschritten, um solche tiefgreifenden Maßnahmen noch zu berücksichtigen. Außerdem würde die Idee nicht zu den Vorstellungen der Vereine passen. Sie wünschen sich einen neuen Konzessionär für die Wirtschaft. Den zu finden, würde aber umso schwieriger, wenn der große Saal mit der Wirtschaft vereint würde.
Lichtenbuscher Schulcontainer werden verkauft
Jetzt, wo die neue Schule Lichtenbusch fertig ist, will die Gemeinde Raeren drei der vier Klassencontainer der alten Schule verkaufen. Einen Klassencontainer behält die Gemeinde als Behelfslösung für die Bibliothek in Hauset. Die übrigen drei will die Gemeinde an den Meistbietenden verkaufen.

Das Mindestgebot liegt bei 5.000 Euro pro Klassencontainer (bestehend aus fünf Modulen) mit einer Fläche von rund 60 Quadratmetern sowie eingebauter Heizung und Klimaanlage. Der Käufer muss jedoch auch die Kosten für Abbau und Transport tragen. Bürgermeister Mario Pitz dämpfte die Hoffnung für Schnäppchenjäger. Die Container seien zwar günstig zu kaufen, man dürfe sie aber nicht dauerhaft an einem Standort als Immobilie nutzen. Und selbst für den zeitweisen Aufbau sei eine Städtebaugenehmigung nötig. Sie gelte in der Regel nur für zwei Jahre.
Berlotter Kirchweg
Christoph Baum von Mit Uns hat im Gemeinderat angeregt, den Berlotter Kirchweg für Fußgänger und Radfahrer auszubauen. Der Pfad verbindet den Ortsteil Berlotte mit dem Zentrum von Eynatten. Stiegel und die geringe Breite schränken den Durchgang derzeit ein. Die Ratsmehrheit begrüßte den Vorschlag. Bürgermeister Pitz erklärte, dass die Idee schon länger im Raum stehe. Sie scheitere bisher daran, dass die Gemeinde nicht Eigentümer des Geländes ist, das man brauche, um den Weg zu verbreitern. Dennoch will die Gemeinde die Idee weiterverfolgen.
Olivier Krickel