Auf der Vennstraße zwischen Eupen und Sourbrodt ist einiges los. Zahlreiche Autos sind unterwegs, vor allem Pendler. Gleichzeitig sind weiterhin immer wieder Feuerwehr- und Polizeifahrzeuge mit Blaulicht zu sehen – ein Zeichen dafür, dass der Brand noch nicht vollständig überstanden ist.
Wer die Straße nutzt, muss derzeit auf einiges achten: Es gilt Tempo 50, Halten und Parken am Straßenrand sind verboten. Außerdem bleibt es strengstens untersagt, das Venn zu betreten. Neben den Pendlern kommen aber auch Menschen in die Gegend, um sich selbst ein Bild von den Folgen des Brandes zu machen.
Zum Beispiel ein Motorradfahrer aus Raeren, der die Straße sonst eigentlich nicht nutzt. "Ich dachte mir, dass ich einmal hier hochkomme und mir das Ganze anschauen sollte. Ich habe eben einmal versucht, über die Absperrung rüberzuschauen. Wenn man sieht, wie schwarz das alles ist ... Ich empfinde das als ganz furchtbar."
Um die Sicherheit zu gewährleisten, ist auch die Polizei an einzelnen Zugängen zum Venn präsent und achtet darauf, dass die Sperrungen eingehalten werden.
Betrieb läuft langsam wieder an
Auch für die Gastronomie rund um das Venn ist die Situation noch nicht wieder normal. Die Restaurants Baraque Michel und Mont Rigi bleiben wegen Reinigungsarbeiten nach dem Brand noch geschlossen und sollen erst am Freitag wieder öffnen.
Wieder geöffnet ist dagegen die Peak-Brauerei. "Die letzte Woche war ziemlich kompliziert", erklärt Chloé Ernst von Peak. "Unser Betrieb war zwar nicht direkt betroffen, was für uns schon mal gut war, aber wir lagen direkt im Einsatzgebiet der Feuerwehr und anderer Rettungsdienste. Sie haben sich dann entschieden, die Straße zu sperren, und wir mussten ebenfalls schließen."
"Das bedeutet einen erheblichen Umsatzausfall für eine ganze Woche, insbesondere da es Wochenende war und wir viele Kunden erwartet hatten. Seit Montag dürfen wir wieder öffnen, und es ist wunderbar, wieder da zu sein, auch wenn es bisher eher ruhig verlaufen ist. Im Moment kommen noch nicht viele Gäste. Jetzt rückt das Wochenende näher, und ich denke, in den nächsten Tagen werden wir wieder mehr Besucher sehen."
Lindsay Ahn





