Noch sieht es in der neuen Lichtenbuscher Schule nach Baustelle aus. Hier und da wird noch gewerkelt und letzte Hand angelegt. Doch die Klassenräume sind so gut wie fertig - dank des Lehrpersonals und der Hilfe des Raerener Bauhofs. Mitte August haben sie mit dem Umzug begonnen. Auch Schulleiterin Claudia Ben Dagha-Schmitz packt mit an, und freut sich über viel mehr Platz. "Hier kann man sich wohlfühlen. In der alten Schule war es eher ein kleiner Abstellraum, wo ich Eltern, Personalmitglieder oder Kinder empfangen musste."
Und es gibt im Unterschied zur alten Schule auch ein richtiges Lehrerzimmer. 25 Pädagogen unterrichten in Lichtenbusch. Vor dem Schulstart versammeln sie sich mit der Schulleiterin zu Absprachen. "Die Kollegen sind auch sehr begeistert. Wir haben gemeinsam die Klassen eingerichtet, und alle freuen sich riesig, auch wenn noch einiges zu tun ist bis zum 1. September", sagt Claudia Ben Dagha-Schmitz.
Keine beengten Räume mehr, keine Container mehr, alle unter einem Dach - das ist die große Veränderung. Sieben Klassen stehen für die Primarschule zur Verfügung - jede mindestens 70 Quadratmeter groß. Dem Kindergarten stehen fünf Räume zur Verfügung, die alle mit Galerien ausgestattet sind, wo kleinere Gruppen sich zurückziehen können. Insgesamt 2.750 Quadratmeter Fläche bieten viele Gestaltungsmöglichkeiten und Vorzüge gegenüber dem alten Gebäude.
"In Lichtenbusch kannte man diesen Platz nicht. In anderen Schulen haben wir auch große Flure, wo die Kinder spielen können. Wir haben eine schöne Leseecke und eine kleine Bibliothek. Das konnte der alte Standort nicht bieten", sagt Tom Simon, Schulschöffe Raeren.
Der Schulhof ist größer als die Grundfläche des alten Schulgebäudes und bietet sowohl der Primarschule als auch dem Kindergarten viele Möglichkeiten gemeinsamer und getrennter Aktivitäten. Zehn Millionen Euro waren für das Bauprojekt veranschlagt. Voraussichtlich kommen rund 600.000 Euro dazu. Mehrkosten sind unter anderem durch den Belag auf dem Schulhof entstanden, wo man Gummipolster statt Holzhackschnitzel gewählt hat, aber auch in der Energieversorgung musste man umschwenken.
"Wir arbeiten über Wärmepumpen, die sowohl heizen als auch kühlen können. Deswegen haben wir auch den PV-Anteil auf den Dächern erhöht. Die Geothermie stellte sich als weniger praktikabel heraus" erklärt Raerens Bürgermeister Mario Pitz.
Noch vor dem Schulstart soll die Asphaltierung der Straße beendet sein. Ein Fuß- und Radweg sowie mehr Parkmöglichkeiten sollen die Verkehrssituation vor der Schule verbessern. "Wir haben über 80 Parkplätze im Schulumfeld geschaffen ab Saal Kessel bis Pleistraße. Kurzzeitplätze, wenn man noch etwas mit einer Lehrkraft oder der Schulleitung besprechen möchte. Das wird sich auf jeden Fall mehr entzerren als es früher der Fall war."
Nächsten Dienstag ist es soweit. Dann werden 175 Kinder in der neuen Lichtenbuscher Schule erwartet.
Michaela Brück







