Mehr als eine Woche nach Ausbruch des Vennbrands sind weiterhin Rettungskräfte vor Ort. Sie halten die Entwicklung im Brandgebiet im Auge. In der letzten Nacht wurden wieder einige Brandherde festgestellt. Das hat die Lütticher Provinzbehörde mitgeteilt.
Die Rettungskräfte hatten wegen des schwachen Windes in der Nacht mit einer starken Rauchentwicklung gerechnet, sie fiel jedoch etwas geringer aus als erwartet. Die Behörden empfehlen betroffenen Anwohnern rund um das Brandgebiet, Aktivitäten im Freien einzuschränken und bei Rauchentwicklung Türen und Fenster geschlossen zu halten.
Am Sonntag hatten die Wetterbedingungen dazu geführt, dass die Glut stellenweise angefacht wurde und sich Rauch entwickelte. Zwischen 140 und 160 Einsatzkräfte gingen im Brandgebiet dagegen vor, auch die norwegischen Hubschrauber kamen zum Einsatz.
Quentin Grégoire, Kommandant der Zone Vesdre Hoëgne & Plateau, sagte in der RTBF, sobald es etwas Wind gebe und kein Regen falle, würden Feuer wieder aufflammen und für Rauchentwicklung sorgen. Man beobachte die Lage genau und greife ein, wenn nötig. Das werde noch einige Zeit dauern.
Der Zugang zum Brandgebiet ist weiterhin streng verboten, um die Arbeit der Einsatzkräfte nicht zu behindern und zur eigenen Sicherheit. Das wird auch noch eine Zeitlang so bleiben. Trotz des Verbots waren am Sonntag erneut Radfahrer und Fußgänger in dem gesperrten Gebiet erwischt worden. Sie müssen ein Bußgeld bezahlen.
mitt/rtbf/est