Sinkende Kundenzahlen machen auch dem Eupener Freitagsmarkt auf dem Werthplatz zu schaffen - vor allem in den Wintermonaten. Um die Attraktivität des Wochenmarktes nachhaltig zu steigern, hat die Stadt Eupen nun eine Online-Bürgerbefragung gestartet.
Die Stadt möchte wissen, wie sich das Ruder herumreißen lässt. Dabei setzt die zuständige Schöffin Joëlle Birnbaum-Köttgen auf ein möglichst breites Meinungsbild. Ziel sei es, die Beweggründe in der Bevölkerung abzufragen und aus den Ergebnissen konkrete Handlungsfelder abzuleiten.
Das Angebot richtet sich dabei nicht nur an die Einwohner von Eupen und Kettenis, sondern ausdrücklich an alle Menschen, die sich an der Zukunftsgestaltung des Wochenmarktes beteiligen möchten.
Die Befragung umfasst 19 Fragen im Multiple-Choice-Fragen. Wer nicht digital unterwegs ist, kann sich unkompliziert vor Ort im Tourist-Info helfen lassen, wie Alain Brock vom Rat für Stadtmarketing betont.
Neben dem großen Freitagsmarkt gibt es in Eupen auch noch einen Mini-Wochenmarkt mittwochs in der Unterstadt. Sollte die Umfrage ein klares Bild liefern, zieht die Stadt auch in Betracht, den Markt zukünftig auf einen ganz anderen Wochentag zu verlegen.
Langfristig zeigt sich Schöffin Birnbaum-Köttgen allerdings eher skeptisch, was den Parallelbetrieb beider Märkte angeht: Ein gut funktionierender Wochenmarkt für ganz Eupen sei erstrebenswerter als zwei Standorte an zwei Wochentagen, die jeweils nicht zu 100 Prozent ausgelastet sind. Der aktuelle Unterstädter Markt wird vorerst jedoch weiterhin unterstützt.