Mehr als eine Woche nach dem Ausbruch des verheerenden Vennbrands sind die Feuerwehren weiterhin mit Hochdruck im Einsatz. Das teilte die Provinz Lüttich am Sonntagmorgen mit. In der vergangenen Nacht mussten die Feuerwehrleute einige lokal begrenzte, wieder aufgeflammte Feuer löschen.
Da der Wind nahezu vollständig abgeflaut war, konnte sich der Rauch sammeln und war aufgrund der schwachen, wechselnden Luftströmungen an verschiedenen Stellen rund um das betroffene Gebiet deutlich wahrnehmbar.
Die Feuerwehr führte Messungen mit einem Spezialfahrzeug zur Analyse der Umgebungsluft durch. Die Kontrollen konzentrierten sich insbesondere auf den Kohlenmonoxidgehalt und wurden ausgehend von Sourbrodt sowie entlang des gesamten äußeren Randes des Brandgebiets durchgeführt. Die Messungen fielen negativ aus.
Unterstützt wurden die Lösch- und Überwachungsarbeiten durch Drohnen der Föderalen Polizei und des Zivilschutzes. Samstag tagsüber konzentrierte sich der Einsatz vor allem auf den nördlichen Bereich, in geringerem Umfang auch auf den Osten. Unterstützt wurden die Feuerwehrleute durch Panther-Fahrzeuge der Armee. Aufgrund der guten Wetterbedingungen konnten wieder drei Löschhubschrauber fliegen, darunter zwei norwegische und einer der Föderalen Polizei.
Die Polizei hielt erneut mehrere Wanderer und Radfahrer an, die trotz des strikten Betretungsverbotes im Hohen Venn unterwegs waren. Der Feuerwehr gelang es zudem, ein verletztes Reh retten. Das Tier wurde in eine Auffangstation gebracht.
Mit./sh