Der Brand im Hohen Venn ist weiterhin unter Kontrolle, die Löscharbeiten sind aber noch nicht abgeschlossen. Rund 100 Einsatzkräfte aus der Wallonie und Flandern waren in der Nacht zum Freitag im Einsatz.
Unterstützt wurden die Feuerwehrleute vom Zivilschutz, der Armee und der Polizei. Leichter Regen vor Mitternacht erhöhte zwar die Luftfeuchtigkeit und beruhigte einige Brandherde vorübergehend. Danach mussten die Einsatzkräfte jedoch wiederholt gegen neue Aufflammungen im Norden und Osten des betroffenen Gebietes vorgehen.
Die Löscharbeiten werden durch das schwer zugängliche Gelände und die eingeschränkte Sicht erschwert. Eine Drohne mit Wärmebildkamera überwacht das Gebiet und hilft dabei, Glutnester aufzuspüren und die Einsatzkräfte am Boden gezielt zu lenken. In der Nacht wurden durchschnittlich rund 15.000 Liter Wasser pro Stunde eingesetzt – deutlich weniger als während der intensivsten Phase des Brandes.
Mit Tagesanbruch sollen die Arbeiten verstärkt werden. Auch gezielte Löscheinsätze aus der Luft sind möglich, hängen aber von den Wetterbedingungen ab.
Die Behörden warnen weiterhin eindringlich davor, die betroffenen Wälder und Naturschutzgebiete zu betreten. Es besteht Gefahr durch versteckte Glutnester, instabile Bäume, gesundheitsschädlichen Rauch und möglicherweise freigelegte alte Munition. Die Zugangssperren bleiben deshalb bestehen.
mitt/vk