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Rettungssanitäter im Hohen Venn: "Wir wollten nicht untätig zu Hause sitzen"

20.08.202611:53
  • Hilfeleistungszone DG
  • Hohes Venn
  • Vennbrand
Schriftzug "112 Ambulanz" auf einem Rettungswagen der Hilfeleistungszone DG
Illustrationsbild: Katrin Margraff/BRF

Joël Kohnen und Thierry Rader sind als Rettungssanitäter vor Ort und speziell für die medizinische Versorgung der Einsatzkräfte zuständig. Für sie ist der Einsatz vor Ort bislang glücklicherweise sehr ruhig verlaufen.

"Ich bin bereits seit vier Tagen im Einsatz und habe während meiner bisherigen Schichten keine Feuerwehrleute medizinisch versorgen müssen. Auch von meinen Kollegen sind mir nur wenige Einsätze bekannt. Gelegentlich kommen aber Einsatzkräfte vorbei, um sich beispielsweise die Augen auszuspülen", berichtet Joël Kohnen. Insgesamt sei der Bedarf an medizinischer Hilfe bislang jedoch äußerst gering.

Die Rettungssanitäter arbeiten in zwölfstündigen Schichten und stehen währenddessen in Bereitschaft. Wenn medizinische Unterstützung benötigt wird, werden sie von der Leitstelle telefonisch alarmiert. "Ausgestattet sind wir mit einem normalen Rettungswagen und der entsprechenden Standardausrüstung, darunter Verbandsmaterial, ein Monitor sowie verschiedene Hilfsmittel zum Transport von verletzten Personen", erklärt Thierry Rader.

Auch wenn die langen Schichten und die Wartezeiten eine Herausforderung darstellen, empfinden sie ihren Einsatz als sinnvoll. "Wir haben uns freiwillig gemeldet, weil wir nicht untätig zu Hause sitzen und das Geschehen aus der Ferne verfolgen wollen. Stattdessen möchten wir dort helfen, wo unsere Fähigkeiten gebraucht werden", erklären beide dem BRF.

Für die Rettungssanitäter bedeutet das vor allem, für Feuerwehr, Polizei und Militär jederzeit ansprechbar und einsatzbereit zu sein. Sollte es zu einem medizinischen Notfall kommen, können sie schnell eingreifen. "Trotz der langen und teilweise ereignislosen Bereitschaft gehen wir mit einem guten Gefühl nach Hause. Der freiwillige Einsatz zeigt auch den starken Zusammenhalt unter den Helfern."

Radio-Interview mit Jol Kohnen und Thierry Rader im Player:

 

Olivier Krickel

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