Während am Montag noch Nordwestwind vorherrschte und Rauch in Richtung Büllingen und Bütgenbach zog, hat der Wind inzwischen auf Südwest bis West gedreht. Dadurch wird der Rauch derzeit vor allem in Richtung Deutschland getragen. Besonders der Raum Kalterherberg und Monschau muss mit einer stärkeren Rauchbelastung rechnen. Das Eupener Land sowie Büllingen und Bütgenbach dürften dagegen weitgehend verschont bleiben.
Auch die geringe Windgeschwindigkeit sei momentan eine gute Nachricht, erklärte BRF-Wetterexperte Karsten Brandt. Denn stärkerer Wind könnte die Flammen durch zusätzliche Sauerstoffzufuhr weiter anfachen.
Regen hilft den Einsatzkräften
Besonders wichtig ist der derzeitige Regen. Bis zum Dienstagmorgen waren zunächst ein bis zwei Liter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen, weitere Schauer sollen im Laufe des Tages folgen.
Allerdings gibt es dabei einen unerwünschten Nebeneffekt: Der Regen nimmt Rauch und Schadstoffe aus der Atmosphäre auf. Das Niederschlagswasser ist deshalb entsprechend belastet. Für die aktuelle Brandbekämpfung sei dies jedoch nicht das vorrangige Problem.
Wolken erschweren Einsatz von Löschflugzeugen und Hubschraubern
Die dichte Bewölkung hat allerdings auch eine Kehrseite. Für die Löschflugzeuge und Hubschrauber können niedrige Wolken und teilweise nebelartige Bedingungen zum Problem werden.
Die Piloten benötigen ausreichende Sicht, um sicher über dem Brandgebiet operieren und Wasser abwerfen zu können. Deshalb könnten die Flugzeiten der Maschinen am Dienstag möglicherweise eingeschränkt sein.
Auch Mittwoch bleibt feucht
Eine grundlegende Änderung der Wetterlage ist zunächst nicht in Sicht. Auch am Mittwoch werden bei Temperaturen von etwa 14 bis 15 Grad viele Wolken und weitere Schauer erwartet. Am Donnerstag dürfte es zwar etwas trockener werden, insgesamt bleibt die Wetterlage zunächst feucht. Für die Brandentwicklung sind das gute Nachrichten.
Auch am Mittwoch soll der Wind erneut aus Südwest kommen. Nach der derzeitigen Prognose dürfte deshalb ein großer Teil der Region weiterhin von stärkerer Rauchbelastung verschont bleiben. Kurzzeitig könnte sich die Rauchlage allerdings in Richtung des Raerener Raums verändern.
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