Forscher der Universität Lüttich haben untersucht, ob der Schlaf dabei helfen kann, Menschen mit einem erhöhten Risiko für Alzheimer früher zu erkennen. Dafür analysierte das Team den Schlaf von mehr als 500 gesunden Menschen.
Bei den älteren Teilnehmern zwischen 50 und 69 Jahren zeigte sich: Wer häufiger kurze nächtliche Aufwachphasen hatte, wies auch ein höheres genetisches Risiko für Alzheimer auf. Bei den jüngeren Teilnehmern wurde dieser Zusammenhang nicht festgestellt. Die sogenannten Mikro-Aufwachphasen sind kurze Aktivierungen des Gehirns, bei denen man nicht vollständig aufwacht.
Die Ergebnisse könnten langfristig dazu beitragen, gefährdete Menschen früher zu erkennen. Die Forscher betonen allerdings, dass die Studie lediglich einen statistischen Zusammenhang zeigt und keine individuelle Vorhersage über eine spätere Alzheimer-Erkrankung ermöglicht.
belga/re