1996 ist das Riesenomelette nach Malmedy gekommen. Damals wurde auch die eigene lokale Bruderschaft (Confrérie Mondiale de l'Omelette Géante de Malmedy) gegründet, die für die Organisation des Volksfestes zuständig ist. Inzwischen zählt die Bruderschaft fast 90 Mitglieder.
Bénédicte Mathy, die Vorsitzende der Bruderschaft, hat der Tageszeitung "Dernière Heure" erklärt, dass der Ursprung dieser Bruderschaft in Frankreich liegt. Eine Bruderschaft aus der Nähe von Toulouse sei auf die Malmedier zugekommen und wollte ein belgisches Pendant. Der damalige Leiter des Tourismusbüros in Malmedy sei kontaktiert worden und habe ein Team aus sieben Personen zusammengestellt. Vor der ersten Ausgabe in Malmedy sei das Team in Frankreich gewesen und habe sich das Fest dort einmal angeschaut. Die Begeisterung sei groß gewesen und das Riesenomelette in Malmedy geboren.
In Malmedy startete die Planung für das eigene Fest. Eine XXL-Pfanne musste erst noch gebaut werden. Am Ende ist es eine Pfanne mit vier Metern Durchmesser geworden. Nach 30 Jahren ist es immer noch die erste Pfanne, die am Samstag in Malmedy in Gebrauch sein wird.
Am 15. August startet der Tag mit einer Messe und einem anschließenden folkloristischen Umzug. Das Omelett wird ab Mittag, pünktlich um 12 Uhr, zubereitet und danach serviert. 10.000 Eier, 25 Liter Öl, 50 Kilo Speckwürfel, drei Kilo Schnittlauch und Gewürze müssen dafür verarbeitet werden.
dh/lo