"Die Sonderausstellung hat einen festen Platz im Jahresprogramm des Töpfereimuseums und bietet doch immer wieder neue und spannende Einblicke in die zeitgenössische Keramik", sagt Museumsleiterin Barbara Bong. Sie zeige auch dieses Mal, wie vielfältig und verschieden die Arbeit mit Ton sein könne.
Vier Künstler stellen ihre Arbeiten im Haus Zahlepohl aus. Guy Deltour, der erste Preisträger, kreiert aus Ton und Metall fantastisch anmutende Mini-Bibliotheken und Bücherwelten. Seine "Biblioterres" haben ihm 2025 auch den Publikumspreis eingebracht.
Björn Poppinga (zweiter Preis) aus Schleswig-Holstein ist vom Meer inspiriert, und das spiegelt sich in seinen maritimen Arbeiten wie Muscheln und Meerestiere, "zum Teil in überdimensionaler Größe und mit Glasuren, die besonders schöne Farbspiele ergeben", beschreibt Barbara Bong die Arbeiten.
Auch Steve Kirkham (dritter Preis) verbindet Ton und Metall, "aber auf eine ganz andere Weise als Guy Deltour", erklärt Bong. "Er ist von alten Zivilisationen inspiriert und schafft fantastische Objekte. Für die Ausstellung hat er Werke ausgewählt, die sich mit dem Thema Krieg beschäftigen."
Einen Sonderpreis für Gebrauchskeramik, der letztes Jahr zum 30-jährigen Jubiläum des Keramikmarktes vergeben wurde, hat Norbert Hombergen aus Essen gewonnen. "Er brennt hochwertiges Gebrauchsgeschirr in einem Holzofen, mit tollen Farbspielen, auch sehr sehenswert", findet Barbara Bong.
Radio-Interview mit Norbert Hombergen im Player:
Die Ausstellung im Haus Zahlepohl läuft bis zum Euregio-Keramikmarkt, der am 12. und 13. September an der Raerener Burg stattfindet. Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos, und alle Werke stehen zum Verkauf.
Öffnungszeiten: Mi., Do. & Sa. von 12 bis 18 Uhr; Fr. von 12 bis 21 Uhr; So. von 10 bis 18 Uhr.
Weitere Informationen unter toepfereimuseum.org oder +32 (0)87 / 85 09 03.

Michaela Brück












