Nach dem Terroranschlag auf dem CSD in Berlin will die Polizei im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen Großveranstaltungen sicherer machen. Sie will unter anderem mehr Präsenz zeigen und sogenannte "Gefährder" stärker beobachten.
Laut dem zuständigen Minister werden in NRW aktuell 165 islamistisch radikalisierte Personen beobachtet. Etwas weniger als die Hälfte davon gilt als "aktionsfähig".
Aktuell prüft die Polizei, ob es Verbindungen zwischen dem Attentat in Berlin und Personen in NRW gibt. Bisher sei aber nichts dergleichen entdeckt worden, hieß es.
Sollte die Polizei eine Gefahr identifizieren, kann sie die Personen in Gewahrsam nehmen oder per Fußfessel verfolgen.
Bei dem Anschlag in Berlin wurde eine Person getötet und 31 Menschen teils schwer verletzt. Der Täter war den Behörden bekannt. Seitdem ist in Deutschland eine Debatte über den Umgang mit potentiell gefährlichen Extremisten entbrannt.
dpa/ake