Vom 11. bis 23. August wird Aachen erneut zum Mittelpunkt der Pferdesportwelt. Sechs Disziplinen stehen auf dem Programm: Springen, Dressur, Vielseitigkeit, Fahren, Voltigieren - und erstmals auch die Para-Dressur. Für die Veranstalter ist das ein wichtiger Schritt zu mehr Sichtbarkeit und Inklusion, erklärt Stefanie Peters, Präsidentin des Aufsichtsrats des Aachen-Laurensberger Rennvereins.
"Wir möchten ab dem Jahr 2027 die Para-Dressur auch in den CHIO Aachen integrieren. Das bedeutet, dass wir im Rahmen des CHIO auch Para-Prüfungen machen werden. Das machen wir ganz bewusst, und auch gleichzeitig, damit die Zuschauer Para-Sport und den Regelsport sehen können. So können wir die gleiche Bühne bieten."
Mit mehr als einer halben Million erwarteten Besuchern wird die Weltmeisterschaft sogar größer als der traditionelle CHIO. Die Stadt Aachen ist vorbereitet, erklärt Aachens Oberbürgermeister Michael Ziemons: "Beim CHIO sind es in der Regel 300.000 bis 400.000 Besucher. Jetzt legen wir noch eine Schippe drauf. Die Infrastruktur steht und wir haben alles parat."
Für viele gilt Aachen als der bedeutendste Austragungsort im internationalen Pferdesport. Die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt, Isabell Werth, weiß, was den Standort so besonders macht. "Aachen ist das beste und beeindruckendste Turnier der Welt. Die Mischung aus Sport, gesellschaftlichem Ereignis, Tradition, Bodenständigkeit, Züchtern, Reitsportinteressierten und weniger Interessierten, die einfach fürs Erleben kommen, diese Mischung ist einzigartig."
Auch der belgischen Mannschaft traut Werth einiges zu. "Justin Verboomen ist ja aktuell das Maß aller Dinge. Ich versuche, da auch noch ein Wörtchen mitzureden. Darüber hinaus werden die Belgier auch bei der Mannschaftswertung gut dastehen. Wir werden sehen, was rauskommt."
Doch nicht nur auf dem Turniergelände wird gefeiert. Auch die Aachener Innenstadt verwandelt sich während der Weltmeisterschaft in eine Fanmeile. Oberbürgermeister Michael Ziemons.
„Wir haben zwei Bühnen. Eine vor dem Dom und eine vor dem Markt. Vor dem Dom wird es auch jeden Abend eine kleine Talk-Show und Public Viewing geben. An beiden Stellen wird es auch kostenlose Konzerte geben. Ein Höhepunkt ist sicherlich Álvaro Soler und Querbeat. Es kommen aber auch andere Bands. Jeden Abend gibt es zwei kostenlose Konzerte zum mitfeiern.“
Bis zum Start der Reit-WM dauert es noch gut zwei Wochen. Dann wird Aachen für 13 Tage zum Mittelpunkt des internationalen Pferdesports.
Dogan Malicki