Unter dem Titel "Welcome Home – Aachener WM-Geschichte" zeigt der Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) gemeinsam mit der Sparkasse Aachen und der Elisengalerie Exponate und Dokumente aus mehr als 70 Jahren Reitsportgeschichte.
Seit 1955 war Aachen bereits sechs Mal Austragungsort von Reit-Weltmeisterschaften. Im August wird die Soers zum siebten Mal Gastgeber einer WM sein. "Jede WM hat über sich selbst hinausgewiesen. Jede hatte ihren eigenen sportlichen Kontext, ihren eigenen gesellschaftlichen Kontext. Es ist Pferdesportgeschichte, es ist Zeitgeschichte und es ist vor allen Dingen Aachen", erklärt Ausstellungskuratorin Dr. Doris Beaujean.
Neben großformatigen Informationstafeln gehören zahlreiche historische Ausstellungsstücke zum Rundgang. Zu den besonderen Exponaten zählt unter anderem der Reithelm der deutschen Springreiter-Legende Hans Günter Winkler von der Weltmeisterschaft 1955.
Aber auch alltägliche Erinnerungsstücke wie Bierdeckel der Weltmeisterschaft 1986 erzählen ihre ganz eigene Geschichte. "Es sind die großen und die kleinen Exponate. Ich finde, es sind alles kleine Zeitzeugen, die eine Geschichte erzählen", so Beaujean.
Obwohl Aachen jedes Jahr mit dem CHIO eines der bedeutendsten Reitturniere der Welt ausrichtet, unterscheidet sich eine Weltmeisterschaft laut der Kuratorin deutlich vom traditionellen Turnier. "Der wichtigste Unterschied ist eigentlich: Bei der Weltmeisterschaft geht es um Medaillen. Es gibt Gold, Silber und Bronze. Das allein unterscheidet sie gewaltig vom CHIO."
Die Ausstellung "Welcome Home – Aachener WM-Geschichte" ist noch bis Ende August in der Elisengalerie zu sehen. Die Weltreiterspiele 2026 beginnen am 11. August in der Aachener Soers.
Robin Emonts


