Der Startschuss zum vierten Christopher Street Day fiel am Rathaus in St. Vith. Bevor die farbenfrohe Parade quer durch die Stadt zog, fand Schöffe Leo Kreins in seiner Begrüßungsrede klare Worte der Unterstützung. Sein eindringlicher Appell: Niemand soll nur geduldet werden, sondern selbstverständlich dazugehören. Angriffe auf queere Menschen und ihre Symbole seien immer auch Angriffe auf den gesamten gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Für Bernd Linkweiler vom Organisations-Team Queerfeldein, das den CSD in diesem Jahr erstmals auf die Beine gestellt hat, ist dieser Tag ein wichtiges Signal an die gesamte Region: "Absolut ein erfolgreicher Tag, wenn man sieht, wie viele Leute dabei sind – von Jung bis Alt. Also quer durch die Gesellschaft."
Kreative Antwort auf Vandalismus
Der Hintergrund des diesjährigen CSD war jedoch von unschönen Vorfällen überschattet worden: In den Tagen vor der Parade waren Werbebanner für die Veranstaltung mehrfach beschädigt und zerstört worden. Die Organisatoren ließen sich davon jedoch nicht unterkriegen und reagierten mit Kreativität statt Wut: Aus den kaputten Bannern wurden kurzerhand Taschen genäht. So wurde aus der versuchten Zerstörung ein neues Symbol für Haltung. Linkweiler: "Ich denke, wir haben das ganze herumgedreht. Auf Gewalt kommt eine Reaktion. Wir haben auf Bettlaken Sprüche gemacht, und die da hingehängt. Ich fand, dass auch in der Bevölkerung eine breite Zustimmung kam […] und das als eine Überschreitung der Toleranz sahen."
Liebe und Vielfalt im Fokus
Die Stimmung unter den 150 Teilnehmern – was der Besucherzahl der Vorjahre entspricht – war trotz des ernsten Hintergrunds absolut fröhlich bis ausgelassen. Besonders eine Teilnehmerin stach hervor, die aus dem Jauchzen und Jubeln gar nicht mehr herauskam und ihre Begeisterung teilte: "Das ist das erst Mal, dass ich dabei bin und ich finde es so schön, wie viele Leute dafür auf die Straße gehen, dass endlich nochmal ein bisschen mehr Liebe auf diese Welt kommt. Ich finde das so was von nötig und herzergreifend. Ich fand es wunderschön."
Am Kulturzentrum Triangel endete die Parade schließlich mit einem bunten Unterhaltungsprogramm. Für Mitorganisator Bernd Linkweiler war der Tag deshalb nicht nur eine Demonstration für Gleichberechtigung, sondern vor allem ein Fest des gemeinsamen Miteinanders: "Ich wünsche mir, dass die Gesellschaft noch offener und auf jemanden zugeht. Wir wollen das nicht als eine eingrenzende Gesellschaft sehen, sondern als eine Gesellschaft die offen für alle ist. Auch Heteros und was auch immer sind herzlich willkommen, daran teilzunehmen."
Manuel Zimmermann








Auf den Fotos lese ich vornehmlich "Queer Euskirchen e.v." Scheint irgendwie eine importierte Veranstaltung zu sein....
hoffentlich sind die meisten Menschen so tolerant und stehen dieser Polit-Show gleichgültig gegenüber.
Muss man denn alles so zur Schau stellen ? Toleranz, Respekt etc müssen im Alltag gelebt werden. Ob da so ein Zirkus hilfreich ist ? Das erinnert mich an die Propaganda der Kommunisten, die weit entfernt war von der Realität.
Dazu folgender Witz :
Zwei Freunde treffen sich und diskutieren.
Sagt der eine : "Weiß Du, früher war Homosexualität verboten. Jetzt nicht mehr. Jetzt ist es erlaubt. Aber bevor es zur Pflicht wird, wandere ich aus."