Martina Haselbach ist in der Weserstraße in Eupen groß geworden. Das Haus, in dem sie als kleines Mädchen aufwuchs, hat sie von 2012 bis 2015 zusammen mit ihrem Mann renoviert. Nach der Flut hat alles von vorne angefangen.
"Ja, bin ich in Tränen ausgebrochen, als ich die Kellertür aufgemacht habe. Das Wasser war siebzig Zentimeter hoch, im Keller, Wohnzimmer und Küche. Ja, und dann verlässt du das Haus, kannst nichts machen. Mein Mann ist arbeiten gegangen. Ich hab mir freinehmen müssen deswegen. Und ich war auch danach in therapeutischer Behandlung, weil es mir sehr nah ging. Die Bilder danach, das ist einem erst dann bewusst geworden."
Während sie Küche, Wohnzimmer und den Keller wieder auf Vordermann gebracht hätten, seien sie zunächst auf die erste Etage gezogen. Zeitweise hätten sie sogar mit Kerzenlicht die Räume beleuchtet, zumindest solange, bis der Strom wieder da gewesen sei.
Die Erfahrung mit der Flut rührt sie noch heute manchmal zu Tränen, doch wegziehen würde sie dort nie. Denn ihr Haus und ihr geliebter Garten seien ihre absolute Wohlfühloase.
Radio-Interview mit Martina Haselbach im Player:
Julia Slot