Vor fünf Jahren lebte Maria Elsishans in einem Haus in der Hagenstraße in der Eupener Unterstadt. Die Flut hat auch ihr Leben grundlegend verändert - heute wohnt sie nur wenige Meter weiter.
"Eigentlich war das dann auch Glück für mich, denn ich wollte immer hierhin ziehen, aber da wohnte eine Familie mit zwei Kindern und die waren gerade in Urlaub. Die wurden dann zurückgerufen und die waren so schockiert von dem Schlamm hier im Haus. Die haben fluchtartig die Wohnung verlassen."
"Viel konnten sie sowieso nicht mehr mitnehmen. Und dann war das Haus frei und dann bin ich jetzt hier eingezogen, ja. Die hinteren Räume waren zuerst nicht bewohnbar. Das wurde gereinigt und dann standen Ventilatoren, die den ganzen Tag laufen mussten und so."
Die Unterstadt habe nach der Flut ausgesehen wie in der Nachkriegszeit. Das sei schon traurig gewesen, erzählt sie. "Aber dann auf der anderen Seite diese Hilfsbereitschaft, diese schnelle Hilfsbereitschaft, unkompliziert - ich muss schon sagen: Da lob ich mir unser Städtchen."
Radio-Interview mit Maria Elsishans im Player:
Julia Slot