Das wallonische Parlament hat ein neues Dekret zur Änderung des Forstgesetzbuches verabschiedet. Mit dem Dekret soll erstmals ein dauerhafter Rechtsrahmen für den Umgang mit Waldkrankheiten und anderen gesundheitlichen Risiken für Wälder geschaffen werden.
Die ostbelgische Regionalabgeordnete Christine Mauel (MR) begrüßt die Entscheidung. Anstatt immer nur auf Krisen zu reagieren, schaffe das Parlament nun die Voraussetzung, um Risiken frühzeitig zu erkennen und ihnen wirksam entgegenzutreten, so Mauel in einer Mitteilung.
Ein wichtiger Bestandteil des Dekrets ist die gesetzliche Verankerung des Wallonischen Observatoriums für Waldgesundheit. Das soll künftig den Zustand der Wälder überwachen und Risiken frühzeitig erkennen. Außerdem sind Unterstützung für Waldbesitzer bei Wiederaufforstungen sowie vereinfachte Verwaltungsverfahren vorgesehen. Langfristig sollen die Wälder auch widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels werden.
Gerade für Ostbelgien hat das Dekret eine besondere Bedeutung, da die Region zu den waldreichsten Gebieten der Wallonie gehört. "Mit diesem Dekret gehen wir einen wichtigen Schritt hin zu einer modernen, vorausschauenden Waldpolitik, die Prävention, wissenschaftliche Erkenntnisse und die Zusammenarbeit aller Beteiligten in den Mittelpunkt stellt", so Christine Mauel.
mitt/la