Marcel und Arlette leben schon seit ca. 43 Jahren im Bellmerin. Dass sie eines Tages von einer Flutkatastrophe betroffen sein würden, hätten sie nie gedacht. Doch sie haben noch Glück im Unglück gehabt. "Andere hat es schwerer getroffen damals", sagen sie.
In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 lief ihr Keller mit Wasser voll. Apfelsinenschalen aus dem Kompostmüll schwammen an der Wasseroberfläche.
Die Legosteinchen, die nach der Flut mit Schlamm bedeckt waren und für Arlette einen großen emotionalen Wert hatten, schrubbte sie eigenhändig mit Hilfe von Ohrenstäbchen und einem kleinen Messer.
Noch heute erfreut sie sich daran, dass ihr Enkelkinder mit den Legosteinen spielen können, mit denen einst ihre Söhne spielten. Diese Erinnerung wollte sie sich von der Flut nicht nehmen lassen.
Radio-Interview mit Marcel & Arlette im Player:
Julia Slot