In Huy sind am Samstag hunderte Menschen in die Maas gesprungen, um auf die schlechte Wasserqualität von Flüssen und Seen aufmerksam zu machen.
Laut den letzten, verfügbaren Zahlen von 2021 ist kein einziges Gewässer in Belgien in einem guten, chemischen Zustand. Auch der ökologische Zustand der Gewässer ist oft bedenklich. In der Wallonie sind weniger als die Hälfte der Flussökosysteme intakt. Der Sprung ins kalte Wasser soll auf dieses Problem aufmerksam machen.
Die Aktivisten sind verärgert, weil die Politik ihrer Meinung nach nicht genug tut. So wurden die europäischen Ziele für saubere Gewässer bereits mehrfach verschoben. Aktuell müssen Staaten sie bis Ende 2027 erreichen.
Der sogenannte "Big Jump" findet jedes Jahr statt und wird von der Umweltorganisation "Good Planet" organisiert. Dieses Mal nahmen landesweit 30 Orte teil. An manchen Stellen mussten die Aktivisten allerdings auf dem Trockenen springen - wegen zu hoher Belastungen mit Bakterien oder Algen wurde die Veranstaltung dort nur symbolisch abgehalten.
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