Der Betreuungsvertrag des ZKB ist wesentlich kompakter geworden. Umfasste er im vergangenen Jahr inklusive Anlagen noch rund 30 Seiten, sind es jetzt nur noch fünf. Ziel ist es, den Verwaltungsaufwand für die Eltern so gering wie möglich zu halten.
"Wir versuchen auch wirklich nur die Daten abzufragen, die wir tatsächlich sicher benötigen und dann im Bedarfsfall nachzujustieren, wenn es für einzelne Kinder mehr Informationen braucht", erklärt Matthias Zimmermann vom ZKB. "Wichtig ist aber, dass wir schonmal für die erste Einschreibung den Antrag im Umfang so klein wie möglich halten."
Außerdem sollen Unterlagen, die Eltern jetzt einreichen, künftig auch bei einer erneuten Einschreibung weiterverwendet werden können. Für Familien mit mehreren Kindern wird die Einschreibung ebenfalls einfacher: Manche Anlagen müssen nur noch einmal eingereicht werden und nicht mehr für jedes Kind einzeln.
Pflicht bleiben Angaben wie der Name des Kindes, die Anschrift oder der gewünschte Betreuungsstundenplan. Informationen, die nicht alle Kinder betreffen - etwa zu Essgewohnheiten, Medikamenten oder dazu, wer neben den Antragsstellern das Kind vom Betreuungsstandort abholen darf -, wurden dagegen in separate Anlagen ausgelagert. Eltern müssen dadurch nur noch die Formulare ausfüllen, die für ihr Kind tatsächlich relevant sind.
Das ZKB empfiehlt außerdem, den Antrag digital auszufüllen und per E-Mail einzureichen. Der Vertrag kann anschließend online unterschrieben werden.
Vergeben werden die Betreuungsplätze nach den gesetzlichen Priorisierungskriterien. Berücksichtigt werden darin unter anderem der Schulstandort, der Wohnort des Antragsstellers und das Eingangsdatum des Antrags. Trotzdem sei es wichtig, sich genug Zeit zu nehmen, die Dokumente richtig auszufüllen.
"Es wird Standorte geben, da kann man sich ohne weiteres noch zum Schulstart anmelden und wird sicherlich einen Platz bekommen, weil wir genug Plätze zur Verfügung haben. Es kann aber auch vereinzelt sein, dass Wartelisten entstehen und dann entscheidet eben unter anderem auch das Antragsdatum, aber es ist besser einen korrekt ausgefüllten Antrag etwas später einzureichen, als einen fehlerhaften, unvollständigen Antrag nach fünf Minuten abzuschicken", so Zimmermann.
"Wir haben mit dieser vereinfachten Prozedur versucht, diesen Stressmoment, den es immer bei der Einschreibung gab, so gut wie möglich zu verhindern. Wir merken auch, dass die Eltern, die sich die Zeit genommen haben, den Vertrag korrekt auszufüllen, in der Bearbeitung deutlich schneller vorankommen."
Ab September wird das ZKB voraussichtlich auch die Außerschulische Betreuung am Königlichen Athenäum übernehmen. Aktuell läuft dort das Antragsverfahren. Unabhängig von dem Verfahren ist es aber auch jetzt schon möglich, einen Antrag auf Außerschulische Betreuung beim ZKB zu stellen. Der Standort des Königlichen Athenäums kann im Antrag bereits angegeben werden.
Alle nötigen Dokumente werden auf der Internetseite des ZKB zur Verfügung gestellt.
Lindsay Ahn