Flugreisende in der EU sollen künftig besser geschützt werden. Das Europäische Parlament hat am Dienstag in Straßburg neue Fluggastrechte beschlossen. Nach Angaben des ostbelgischen EU-Abgeordneten Pascal Arimont bringen die neuen Vorschriften mehr Transparenz bei der Flugbuchung und klarere Regeln bei Verspätungen oder Flugausfällen.
Künftig müssen Fluggesellschaften und Buchungsportale schon bei der Buchung zeigen, welche Gepäckleistungen im Ticket enthalten sind. Ein kleiner persönlicher Gegenstand bleibt ohne Aufpreis im Ticket enthalten. Kinder unter 14 Jahren sollen kostenlos neben ihrer Begleitperson sitzen können.
Bei Verspätungen oder Flugausfällen müssen Fluggesellschaften Reisende innerhalb von vier Tagen über mögliche Entschädigungen informieren und ihnen erklären, wie sie die Ansprüche geltend machen können.
"Bei Flugstörungen müssen Fluggesellschaften Reisende auch besser versorgen: Erfrischungen gibt es alle zwei Stunden, eine Mahlzeit nach drei Stunden und anschließend alle fünf Stunden - mit bis zu drei Mahlzeiten pro Tag. Wird eine Übernachtung notwendig, übernehmen Airlines grundsätzlich die Kosten für bis zu drei Nächte sowie den Transfer zwischen Flughafen und Unterkunft", ergänzt Arimont.
Bevor die Regeln gelten, muss noch der Rat der Europäischen Union formell zustimmen. Die neuen Vorschriften treten zwölf Monate nach der Veröffentlichung im EU-Amtsblatt in Kraft.
mitt/gaz