Nachdem der Kelmiser Bürgermeister Daniel Hilligsmann eine ergebnisoffene Prüfung zur Zusammenlegung der Polizeizonen Weser-Göhl und Eifel vorgeschlagen hatte, teilte Lennertz mit, dass die Weichen für erste Gespräche bereits gestellt wurden. Demnach haben die neun Bürgermeister der DG am 17. Juni vereinbart, die Chefs der beiden Polizeizonen mit der Prüfung einer möglichen Fusion und der Ausarbeitung entsprechender Modalitäten zu beauftragen.
Aus Sicht der Stadt Eupen sei der Zusammenschluss alternativlos. Da der Föderalstaat das Thema hinter den Kulissen bereits aufgeworfen habe, sei eine erzwungene Fusion aus Brüssel nur eine Frage der Zeit. Es sei daher sinnvoll, jetzt selbst die Initiative zu ergreifen, um das Heft des Handelns in der eigenen Hand zu behalten, so Lennertz.
Zukunft der Eupener Wochenmärkte: Stadt plant umfassende Umfrage
Die Zukunft der Wochenmärkte in Eupen soll mithilfe einer breiten Datenbasis neu gestaltet werden. Eine endgültige Entscheidung über die Anzahl der künftigen Marktstandorte sei bewusst noch nicht gefallen, erklärte die zuständige Schöffin Joëlle Köttgen-Birnbaum auf eine Anfrage von Alexandra Barth-Vandenhirtz. Im Vordergrund stünden Qualität und Attraktivität der Märkte, nicht die bloße Quantität.
Um konkrete Maßnahmen zu erarbeiten, hat der Rat für Stadtmarketing den Auftrag für eine umfassende Bedarfsanalyse erhalten. Von Mitte Juli bis Mitte Oktober soll zudem eine groß angelegte Umfrage durchgeführt werden. Befragt werden Markthändler, Besucher, der lokale Einzelhandel sowie die Gastronomie. Ziel ist es laut Birnbaum-Köttgen, die Ursachen für rückläufige Besucherzahlen systematisch zu erfassen und den Markt auf Basis klarer Fakten zukunftsfähig aufzustellen.
Mobile Spender gegen Hitze-Durst
Im Kampf gegen Sommerhitze setzt die Stadt Eupen künftig auf mobile Trinkwasserspender. Wie Schöffin Joëlle Birnbaum-Köttgen auf eine Frage von Ecolo-Ratsmitglied Anne-Marie Jouck mitteilte, plant das Gemeindekollegium die Anschaffung der mobilen Systeme für das Jahr 2027. Damit reagiert die Stadt auf den steigenden Bedarf an kostenlosem Trinkwasser im öffentlichen Raum.
Die mobilen Spender sollen flexibel an stark frequentierten Orten, Hitzeinseln sowie in der Nähe vulnerabler Gruppen aufgestellt werden, ohne in direkte wirtschaftliche Konkurrenz zur lokalen Gastronomie zu treten. Ein runder Tisch mit Gastronomen hatte zuvor ergeben, dass eine flächendeckende kostenlose Abgabe von Tafelwasser in Restaurants aus wirtschaftlichen Gründen mehrheitlich abgelehnt wird.
Zudem kündigte die Schöffin an, dass der wiederholt defekte Wasserspender am Sportplatz "Red Court" durch ein robusteres System ersetzt werden soll. Ein Planungsbüro sei bereits mit der Ausarbeitung einer dauerhaften Lösung beauftragt worden.
Stellplatz für Wohnmobile
Die Stadt Eupen treibt die Pläne für einen neuen Wohnmobilstellplatz voran. Nach einer Grundsatzentscheidung des Gemeindekollegiums soll das Vorhaben kurzfristig realisiert werden, wie Schöffin Joëlle Birnbaum-Köttgen auf eine Anfrage von Anne-Marie Jouck (Ecolo) mitteilte. Nach den Sommerferien wird eine Projektgruppe gemeinsam mit dem Rat für Stadtmarketing (RSM) die Arbeit aufnehmen, um konkrete Standortfragen und die Umsetzung zu klären. Das Projekt gilt als zentraler Baustein der lokalen Tourismus- und Wirtschaftsförderung.
Das landwirtschaftliche Straßennetz in der Wallonischen Region soll weiter modernisiert werden. Für die anstehenden Verbesserungsarbeiten am "Limburger Weg" (Planungszeitraum 2026/2027) hat das Gemeindekollegium grünes Licht gegeben. Die Maßnahme erfüllt die Förderkriterien der Wallonischen Region, wodurch pro Gemeinde und Jahr bis zu 100.000 Euro an Zuschüssen abgerufen werden können. Der Bezuschussungssatz liegt bei 60 Prozent.
Das Wärterhaus der Sportanlage an der Judenstraße 88 muss wegen gravierender Dachschäden im Eilverfahren saniert werden. Laut Gemeindekollegium ist die Substanz des Gebäudes durch akuten Wassereinbruch gefährdet. Bei einer Überprüfung durch den städtischen Bauhof wurde festgestellt, dass sich der Schiefer in einem maroden Zustand befindet und bereits bei minimaler Berührung bricht.
Stadt kauft flutgeschädigte Immobilie an der Malmedyer Straße
Die Stadt Eupen beabsichtigt den Ankauf des Wohnhauses an der Malmedyer Straße 2-2A. Das Gebäude, das bei der verheerenden Flut im Juli 2021 stark beschädigt wurde, soll im Zuge der städtebaulichen Neugestaltung des Viertels Straße-Pangweg-Selterschlag erworben werden. Die Stadt begründet den Kauf mit dem öffentlichen Nutzen: Vorgesehen sind die Förderung des öffentlichen Wohnungsbaus mit mehreren Wohneinheiten sowie die Schaffung von Hochwasserrückhalteflächen. Der Kaufpreis beläuft sich auf Basis einer notariellen Einschätzung auf 200.000 Euro zuzüglich Übertragungskosten.
Der Tagesordnungspunkt war im Stadtrat umstritten. Die Opposition stimmte dagegen und sprach von Konzeptlosigkeit, die Mehrheit von einer mutigen und richtigen Entscheidung.
Eupener Minigolfanlage: Mietvertrag um zwölf Jahre verlängert
Der Mietvertrag für die Minigolfanlage im Eupener Stadtpark Klinkeshöfchen wird verlängert. Die Stadt erneuert die Vereinbarung mit der VoG Eupener Miniaturgolf-Club rückwirkend zum 1. Januar 2026 für weitere zwölf Jahre bis Ende 2037. Das rund 1.455 Quadratmeter große Areal an der Vervierser Straße 8A umfasst eine 18-Bahnen-Anlage, ein Clubheim mit Schankstätte, ein Lager und ein Toilettenhäuschen.
Nach einer symbolischen Miete von einem Euro im ersten Halbjahr 2026 beträgt die indexgebundene Kaltmiete ab dem 1. Juli 2026 monatlich 360 Euro. Unterhalt und Erneuerung der Bahnen liegen laut Vertrag beim Mieter.
Personalmangel beim Forstamt
Eupen folgt dem Beispiel der Eifel-Gemeinden zur Verabschiedung einer Resolution zur Personalsituation beim Forstamt. Auch Eupen möchte die wallonische Regierung wegen des anhaltenden Personalabbaus in der Abteilung Natur und Forstwesen (ANF) zum Handeln auffordern. Seit mehreren Jahren sei bei der ANF ein struktureller Personalmangel zu beobachten. Dieser habe sich durch Haushaltskürzungen, den Einstellungsstopp im Jahr 2025 sowie weitere Einschränkungen ab 2026 massiv verschärft, heißt es in der Begründung.
Nach Angaben der Stadt gefährdet diese Entwicklung zunehmend die ordnungsgemäße Bewirtschaftung der öffentlichen Wälder. Allein auf dem Gebiet der Stadt Eupen sind rund 7.192 Hektar betroffen, wovon sich 736 Hektar im direkten Eigentum der Stadt befinden.
Damit der städtische Fuß- und Wanderweg zwischen der "Friedrich-Hennes-Straße" und der Straße "Am Weidenbruch" besser nutzbar bleibt, wird die gesamte Oberfläche gepflastert werden.
Wieder Knochen begraben: Nisperter Kirmes kommt zurück
Die Königliche St. Johannes Enthauptung Bogenschützen Gesellschaft Eupen-Nispert 1857 VoG erhält einen Sonderzuschuss von 1.500 Euro zur Veranstaltung eines Viertelfestes anlässlich der Nisperter Kirmes.
Der nächste Stadtrat findet nach der Sommerpause am 31. August statt.
Manuel Zimmermann