Zuvor hatten die beiden bereits einen Roadtrip durch die USA und Kanada hinter sich, inklusive eines eher enttäuschenden Stopps in Los Angeles, bevor in Vancouver endlich sportliche Euphorie aufkam.
Direkt nach dem klaren Sieg war die Stimmung im Stadion für beide deutlich besser als noch zuvor: "Auf jeden Fall viel, viel besser als in Los Angeles. Das war endlich auch mal eine gute Stimmung. In LA war es so ein bisschen trüb, die Enttäuschung war groß. Heute war es umso euphorischer, auch weil so viele Tore gefallen sind. Das war wirklich eine Erleichterung letztendlich. Die Stimmung war mega", so Manons Einschätzung.
Für Manon ist die Reise vor allem auch emotional etwas Besonderes: "Ich find das mega, dass ich das noch mit meinem Vater machen kann. Er wird jetzt sechzig, das ist nicht selbstverständlich, dass man das noch zu zweit machen kann. Wir gehen auch sonst regelmäßig zusammen Fußball schauen. Das ist schon etwas, das nicht jeder hat, so eine gute Beziehung."
Auch der Vater betont die besondere Verbindung über den Fußball: "Eine Tochter zu haben, die so interessiert ist, die über alles Bescheid weiß, was im belgischen Fußball und mit der Nationalmannschaft passiert – das ist wirklich etwas Besonderes. Das zusammen zu erleben, macht einfach Spaß."
Trotz der Euphorie schwingt am Ende auch ein kleiner Abschiedston mit, da der gemeinsame Roadtrip endet: "Wir sind froh, dass wir das erleben konnten, das ist nicht selbstverständlich bei einer WM so weit weg. Aber natürlich wären wir auch gerne noch ein paar Spiele geblieben. Wir müssen beide wieder arbeiten und zurück nach Belgien", heißt es pragmatisch.
Mit Blick auf den weiteren Turnierverlauf bleibt bei beiden vorsichtiger Optimismus: Zwar sei der Sieg verdient gewesen, aber auch gegen einen nicht besonders starken Gegner erzielt worden. "Ab jetzt in der K.o.-Phase werden die Gegner stärker. Ich hoffe, dass sie sich steigern. Ich denke schon, dass wir noch eine oder zwei Runden weiterkommen – aber es hängt von Tagesform und Gegner ab", so Fabiens Einschätzung.
Radio-Interview mit Fabien und Manon Margodt im Player:
Christophe Ramjoie