Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe hat der Versicherungsverband Assuralia Bilanz gezogen. Die Überschwemmungen kosteten 39 Menschen das Leben. Rund 100.000 Personen waren betroffen. Laut Assuralia wurden insgesamt 73.000 Schadensakten eröffnet. Inzwischen sind 99,5 Prozent der Fälle abgeschlossen.
Die Versicherungen zahlten insgesamt 2,3 Milliarden Euro aus. Das ist die höchste Summe, die in Belgien jemals nach einer Naturkatastrophe entschädigt wurde. Besonders stark betroffen war die Provinz Lüttich. Hier liegen neun der zehn Gemeinden, die am stärksten von der Flut betroffen waren. Anderthalb Milliarden, also rund zwei Drittel der gesamten Versicherungszahlungen, flossen in die Provinz Lüttich.
Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse fordert Assuralia eine Reform des bestehenden Entschädigungssystems. Laut den Versicherern ist das System heute nicht mehr tragbar. Verhandlungen mit Regionen und Föderalstaat sind im Gange. Laut RTBF wollen sich Versicherer und Politik vor Ende des Sommers auf eine neue Regelung einigen.
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