Hell, leicht und lokal - das neue Bier der Abtei Stavelot mit einer feinen Malz- und Fruchtnote ist ein Produkt aus der Region. Das zeigt nicht nur die Aufmachung der Flasche mit dem Wolf von Stavelot, sondern auch der wichtigste Inhaltsstoff des Getränks: "Da ist zunächst die Tatsache, dass wir mit dem Wasser aus dem Hohen Venn arbeiten", erklärt Andy Finck von der Brauerei Peak Beer.
"Das ist für mich das Wichtigste: Für ein gutes Bier braucht man gutes Wasser. Und lokal ist auch die Zusammenarbeit mit der Abtei von Stavelot, die nicht weit von der Brauerei entfernt ist." Und diese Zusammenarbeit zwischen der Brauerei aus Sourbrodt und der Abtei von Stavelot umfasste insbesondere auch das Probieren und Kosten.
Man begab sich auf die Suche nach dem Bier, das zur Abtei passt. Das hat rund ein Jahr gedauert. "Die Peak-Brasserie hat uns Produkte vorgesetzt. Manchmal wollten wir ein bisschen mehr das und ein bisschen mehr das. Dann haben wir viel zusammengearbeitet und sind zu einem Bier gekommen, das wir alle liebten", so Patrick Mignon, der Direktor der Abtei von Stavelot.
Bei 5.000 Litern soll es nicht bleiben
Zunächst 5.000 Liter des neuen Abtei-Bieres hat die Brauerei aus Sourbrodt hergestellt. Aber dabei soll es - auch im Verhältnis zu den anderen Bieren der Brauerei Peak - nicht bleiben.
"Der Traum wäre, dass die Produktion dasselbe Niveau erreicht", sagt Andy Finck. Und das neue Bier habe das Potenzial dazu, findet er. Man fange jetzt bei Null an, werde aber schnell bei 25 bis 30 Prozent ankommen. Die Idee sei, dass das neue Bier in den nächsten ein, zwei Jahren mindestens 50 Prozent der Produktion ausmacht.
Angeboten wird das neue Bier zunächst vor allem in Stavelot selbst - aber auch hier haben sich die Macher mehr vorgenommen. "Der Vertrieb beginnt in Stavelot. Und danach gehen wir in die umliegenden Orte: Spa, Verviers, Jalhay, Weismes, Eupen. Das ist der Gedanke, denn die Abtei ist in der Region sehr bekannt. Wir wollen auf lokaler Ebene vertreten sein und uns dann weiter ausbreiten, unter anderem nach Lüttich", so Finck.
Das helle Blonde aus Sourbrodt und Stavelot soll Innovation und Tradition verbinden - mit dem Namen der Abtei aus dem Jahr 651 und einer Brauerei, die gerade mal rund zehn Jahre alt ist.
Moritz Korff


