Die besondere und teils schmerzhafte Geschichte der Ostkantone soll nach dem Willen des wallonischen Regionalabgeordneten und Bürgermeisters von Malmedy, Jean-Paul Bastin, stärker im frankophonen Schulunterricht verankert werden. Bastin kündigte an, am Montag im Parlament der Föderation Wallonie-Brüssel eine offizielle Anfrage an Bildungsministerin Valérie Glatigny zu richten.
Nach Ansicht des Regionalpolitikers sind die historischen Besonderheiten der Region im Rest des Landes noch immer viel zu wenig bekannt. Demnach würden viele Menschen nicht einmal den Unterschied zwischen den Ostkantonen und der Deutschsprachigen Gemeinschaft kennen, so Bastin.
Eine stärkere Berücksichtigung im Lehrplan der Französischsprachigen Gemeinschaft könnte laut Bastin dabei helfen, sensible und teils tabuisierte Themen innerhalb der Region aufzuarbeiten.
Aufgrund der Wehrpflicht mussten viele Männer aus der Region die Uniform der deutschen Wehrmacht tragen und erlebten die Konflikte unter völlig anderen Voraussetzungen als der Rest der belgischen Bevölkerung.
meuse/mz