Ein weltweit einzigartiger Spiegel ist in Lüttich hergestellt worden, um die Technologien für das künftige Einstein-Teleskop vorzubereiten. Die Firma Amos, ein Spin-off der Universität Lüttich, hat den größten Spiegel der Welt aus monokristallinem Silizium gefertigt.
Der Spiegel wiegt 80 Kilogramm und hat einen Durchmesser von 45 Zentimetern. Er wurde mit einer Genauigkeit poliert, bei der die verbleibenden Unebenheiten nur etwa einen Nanometer betragen.
Das Projekt geht auf den Raumfahrtingenieur Christophe Collette von der Universität Lüttich zurück. Die Arbeiten dauerten insgesamt sechs Monate.
Der Spiegel soll bei der Entwicklung des Einstein-Teleskops zum Einsatz kommen. Ende des Jahres soll er deshalb in das ET-Cristal-Labor im Raumfahrtzentrum Lüttich gebracht werden. Dort soll er als Testplattform für die Technologien des europäischen Forschungsprojekts dienen.
meuse/js