An der Universität Lüttich laufen Ermittlungen wegen des Verdachts auf akademische Spionage. Nach Angaben der föderalen Staatsanwaltschaft befragte die Föderale Kriminalpolizei im Mai zwei chinesische Staatsangehörige.
Dabei handelt es sich um eine Doktorandin und einen Forscher. Die Ermittler prüfen, ob die beiden über ihre offiziellen Forschungsarbeiten im Bereich Physik hinaus wissenschaftliche und technologische Kenntnisse beschafft haben.
Auslöser der Ermittlungen war eine Meldung der Universität. Demnach waren die beiden Personen nachts und an Wochenenden in Gebäuden auf dem Campus Sart Tilman unterwegs. Die Universität stellte nach eigenen Angaben außerdem eine ungewöhnliche Aktivität im internen Computernetzwerk fest.
Die Doktorandin hatte einen Forschungsaufenthalt an der Universität Lüttich. Der Forscher war dagegen nicht an der Hochschule eingeschrieben, sondern mit der Universität Lille verbunden.
Die Polizei nahm die beiden Verdächtigen am 21. Mai vorübergehend fest und beschlagnahmte Computermaterial. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden sie verhört und anschließend ohne Anklage freigelassen. Die Ermittlungen dauern an. Für die Betroffenen gilt die Unschuldsvermutung.
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