Forscher der Universitäten Lüttich und Namur untersuchen Tiergifte als möglichen Ansatz im Kampf gegen resistente Krebsarten. Im Mittelpunkt stehen bestimmte Eiweißstoffe, die in den Giften vorkommen. Das Projekt VENOM2 erforscht, ob diese Eiweißstoffe Krebszellen erkennen und Mechanismen blockieren können, die Tumore gegen Behandlungen resistent machen.
Zunächst konzentriert sich das Forschungsteam auf eine Krebsart, bei der bisher nur wenige Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Solche Tumore sprechen auf Therapien nicht an oder entwickeln im Verlauf der Behandlung Resistenzen.
Die Wissenschaftler wollen neue Wege finden, um Krebszellen gezielter zu erkennen und besser zu behandeln. Unterstützung erhält das Projekt durch das Förderprogramm Win4SpinOff der Wallonischen Region. Es soll Forschungsergebnisse auf dem Weg zu möglichen Unternehmensgründungen begleiten.
Die beteiligten Forscher sehen in den bislang wenig genutzten Wirkstoffen aus Tiergiften ein großes Potenzial für neue Therapien gegen schwer behandelbare Krebsarten.
avenir/gaz