Drei Mal pro Woche, drei bis vier Stunden pro Sitzung. Für Menschen mit schwerer Nierenerkrankung gehört die Dialyse – die Blutreinigung – zum Alltag. Seit 25 Jahren können Patienten aus Ostbelgien dafür ins Eupener Krankenhaus kommen – wohnortnah und in ihrer Sprache.
Die Geschichte des Zentrums beginnt mit einem Mann, der lange für dieses Angebot gekämpft hat: Nephrologe Paul-Clément Guffens. Er gründete die Dialysestation im Jahr 2001, weiß die Leiterin der Dialyse-Station, Grit Böckler. "Er hat quasi als Einzelkämpfer dieses Zentrum ins Leben gerufen. Er hat mit sehr viel Motivation, Durchhaltevermögen und Eigeninitiative sämtliche administrative Hürden bewältigt und hat ganz klein mit zwei Patienten angefangen."
Aus den ersten beiden Patienten sind inzwischen rund 40 geworden. Die Station ist vollständig ausgelastet. Möglich ist das nur durch das Zusammenspiel vieler Berufsgruppen. "Dialyse ist ganz klar Team-Arbeit. Das ist nicht nur irgendein Arzt, der das macht. Das ist die Pflege, gemeinsam mit den Technikern, den Lageristen. Wir sind froh, Schnittstellen zu anderen Abteilungen zu haben. Die Urologen, die Intensivstation, oder die internistische Bettenstation. Auch arbeiten wir eng mit den Kardiologen zusammen."
Einer der Patienten ist Eckhard Kempken aus Hauset. Der 86-Jährige kommt seit vier Jahren zur Dialyse. Nach einer Operation wurde festgestellt, dass seine Nieren nur noch zu fünf Prozent arbeiten. Heute ist die Behandlung ein fester Bestandteil seines Lebens – auch die Pflegerinnen gehören dazu. "Selbst, wenn sie sehr belastet sind, sind sie immer freundlich und sofort für einen da. Auch untereinander kommen die Pflegerinnen sehr gut miteinander zurecht."
Auch wenn es nicht einfach ist, weiß Eckhard Kempken genau, was die Dialyse für ihn bedeutet. "Das ist im Grunde genommen Lebensrettung. Mit jeder Dialyse wird mir ein weiteres Mal mein Leben gerettet."
Auch Roger Wolff aus Hünningen kommt regelmäßig nach Eupen. Nach einem Herzinfarkt verschlechterte sich sein Gesundheitszustand zunehmend. Seit zweieinhalb Jahren ist er auf die Dialyse angewiesen. "Uns fehlt es hier an nichts. Das macht das Ganze auch einfacher. Ich liege hier vier Stunden und bin damit einer derjenigen, die hier am längsten liegen. Dann machen wir auch noch ein paar Späßchen und dann geht das schon."
Dass sich die Patienten wohlfühlen, ist auch das Verdienst des Pflegeteams. Rund zehn Pflegekräfte kümmern sich täglich um die Menschen auf der Station. Darüber hinaus spielt der Josephine-Koch-Service eine ganz wichtige Rolle, erklärt Petra Recker, die Leiterin des Pflegedienstes. "Der Josephine-Koch-Service ist ein unschätzbar wichtiger Partner für uns. Ohne sie würde transportmäßig sehr wenig möglich sein, denn die Rückerstattungen der Krankenkassen sind sehr begrenzt. Der Josephine-Koch-Service sorgt dafür, dass unsere Patienten drei Mal pro Woche zur Dialyse und wieder zurückgebracht werden. Es ist ein Ehrenamt und ich weiß gar nicht, wie man den vielen Fahrern danken kann."
Während die klassische Dialyse seit Jahren nach ähnlichen Prinzipien funktioniert, setzt das Eupener Zentrum zunehmend auf Heimhämodialyse. Patienten werden geschult, ihre Behandlung selbstständig zu Hause durchzuführen.
Gleichzeitig setzt die Nephrologie verstärkt auf Prävention. Ziel ist es, Nierenerkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, damit eine Dialyse möglichst lange vermieden oder sogar verhindert werden kann.
Trotzdem steigt der Bedarf weiter an. Der demografische Wandel sorgt dafür, dass immer mehr Menschen auf die Behandlung angewiesen sind, betont der Chefarzt des St. Nikolaus Hospital Eupen, Tom van Leemput. "Wir haben vorgesehen, im Jahr 2029 unsere Station zu vergrößern. Wir merken aber, dass wir schon jetzt an unsere Grenzen kommen. Wir haben elf Dialyse-Geräte und die laufen quasi durchgehend. Es besteht also absolut ein Bedarf, das Dialysezentrum zu vergrößern."
25 Jahre nach der Gründung ist die Dialysestation aus der Gesundheitsversorgung Ostbelgiens nicht mehr wegzudenken. Und die Zeichen stehen gut, dass das Zentrum auch in Zukunft weiterwachsen kann – damit lebensrettende Hilfe weiterhin direkt vor der Haustür verfügbar bleibt.
Dogan Malicki






Il y a un an (le 18 juin 2025) j’ai commencé par première séance de dialyse avec une certaine appréhension
Mais dès le début j’ai été pris en charge par le personnel qui m’a immédiatement mis en confiance
Je tiens à remercier toute l’équipe du département dialyse pour les bons soins, le réconfort et la gentillesse