Die geplanten Sparmaßnahmen der Bundesregierung im Gesundheitswesen bereiten den großen Krankenhäusern in Trier erhebliche Sorgen.
Die Geschäftsführer des Klinikums Mutterhaus und des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder warnen vor finanziellen Einbußen in Millionenhöhe. Nach ihren Berechnungen würden beiden Häusern ab 2028 jeweils rund acht Millionen Euro pro Jahr fehlen, falls das Gesetz wie geplant kommt. Kritik gibt es vor allem an den Plänen, Tarifsteigerungen nicht mehr vollständig auszugleichen. In Trier wären in den beiden großen Krankenhäusern 6.000 Fachkräfte betroffen.
Zudem sollen Krankenhäuser künftig nur frei gewordene Stellen neu besetzen dürfen. Die Klinikleitungen befürchten deshalb Einschränkungen beim Angebot und sehen die Versorgung langfristig gefährdet.
Die Krankenhäuser haben der Bundesregierung eigene Sparvorschläge vorgelegt. Dazu gehören weniger Bürokratie und mehr Möglichkeiten für ambulante Behandlungen. Nach Angaben der Geschäftsführer fand keiner der Vorschläge Eingang in den Gesetzentwurf.
swr/gaz