Schwarz mit weißen Streifen und gerade einmal einen halben Zentimeter groß. Wer sie erkennt, kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, ihre Ausbreitung in Ostbelgien zu dokumentieren.
Die auffälligen Merkmale: "Die Tigermücke ist richtig schwarz mit weißen Streifen. Sie hat auf dem Brustkorb einen länglichen weißen Streifen und auf dem Hinterleib weiße Querstreifen. Auch die Beine sind weiß gestreift", erklärt Anna Schmelz, Referentin für Infektionsschutz im Fachbereich Gesundheit und Senioren des Ministeriums der Deutschsprachigen Gemeinschaft.
Außerdem ist die Tigermücke merklich kleiner als die durchschnittliche Stechmücke. Wer glaubt, eine Tigermücke entdeckt zu haben, sollte ein Foto machen und die Sichtung melden. Möglich ist das über die Meldeplattform von Sciensano. Nur so lässt sich feststellen, wie weit sich die Art bereits ausgebreitet hat.
"Es ist wichtig, damit man einen Überblick hat, wo die Tigermücke schon überall heimisch ist bei uns. Dafür ist es notwendig, dass jeder Bürger, der denkt, eine Tigermücke gesehen zu haben, diese dann auch meldet."
Die Meldungen haben aber noch einen weiteren Nutzen. Experten können anschließend überprüfen, ob sich in der Umgebung Brutstätten befinden und gegebenenfalls eingreifen. "Dann kann das Vorkommen der Tigermücke von den Kollegen überprüft werden und es können etwaige Nester von Tigermücken dann an Ort und Stelle vernichtet werden."
Besondere Aufmerksamkeit erhält die Tigermücke, weil sie verschiedene Viren übertragen kann, die ursprünglich nicht in unserer Region vorkommen - sondern in Afrika oder im nahen Osten. "Das ist zum Beispiel das Dengue-Virus, Chikungunya-Virus, Zika-Virus oder West-Nil-Virus."
Das Ministerium empfiehlt, stehende Gewässer auf dem eigenen Grundstück möglichst zu vermeiden. Dort legt die Tigermücke bevorzugt ihre Eier ab. Die Tigermücken können übrigens nicht überwintern - ihre abgelegten Eier aber schon. Die nächste Generation Tigermücken kann die Viren dann weiterverbreiten.
Dogan Malicki