Die Finanzaufsichtsbehörde (FSMA) ermittelt gegen das börsennotierte Lütticher Unternehmen EVS wegen möglichen Insiderhandels. Das berichtet die Zeitung La Meuse. Laut dem Bericht besteht der Verdacht, dass Mitglieder der EVS-Geschäftsführung vor der Bekanntgabe der Zahlen des ersten Quartals 2026 Unternehmensanteile für 1,9 Millionen Euro verkauft haben.
Am 22. Mai hatte EVS in einer Mitteilung Einzelheiten seiner Bilanz der ersten drei Monate des laufenden Jahres vorgestellt. Darin hieß es unter anderem, dass makroökonomische Unsicherheiten und die geopolitische Lage im Nahen Osten Anlass zur Vorsicht seien.
Daraufhin fiel die EVS-Aktie laut La Meuse um 15 Prozent. EVS ist im Bereich Videotechnologie tätig und auf Zeitlupen bei der Übertragung von Sportwettkämpfen spezialisiert. Hier gilt das Lütticher Unternehmen als weltweit führend.
meuse/moko