In Verviers sind am Montag rund 100 Lehrer, Eltern und Schüler mit Fahrrädern zu einer dreitägigen Protestfahrt aufgebrochen. Ihr Ziel ist das Parlament der Französischen Gemeinschaft in Brüssel.
Dort wollen sie Briefe abgegeben, um ihren Unmut über die geplante Reform im Unterrichtswesen zum Ausdruck zu bringen. Auf ihrer Fahrt nach Brüssel machen sie an verschiedenen Schulen Halt, um die Protestschreiben einzusammeln.
Mit der Fahrt erinnern die Teilnehmer auch an einen Streik aus dem Jahr 1936, als sich Arbeiter mit einer Protestfahrt auf zwei Rädern für bezahlten Urlaub stark machten. Im Zuge der Reform im Unterrichtswesen sollen Sparmaßnahmen umgesetzt werden, zudem soll die Einschreibegebühr an den Universitäten und Hochschulen erhöht werden.
Für Missfallen sorgt bei vielen Betroffenen ebenfalls, dass Lehrpersonen in den drei letzten Sekundarschuljahren zwei Wochenstunden zusätzlich übernehmen sollen.
avenir/moko