In Lüttich haben am Mittwoch 1.500 Jugendliche gegen die geplante Reform im Unterrichtswesen mobil gemacht. Die Protestbewegung läuft seit Wochen und geht damit unvermindert weiter.
Die Jugendlichen kamen aus allen Ecken der Provinz nach Lüttich, um ihre Lehrkräfte beim Protest gegen die Sparmaßnahmen der Reform zu unterstützen und gegen die Erhöhung der Einschreibegebühren zu protestieren.
Eigentlich sollte das Parlament der Französischen Gemeinschaft am Mittwoch über den entsprechenden Gesetzestext abstimmen, aber die Abstimmung wurde auf den 10. Juni verschoben. Einige Lehrer und Studenten sagten der RTBF, sie seien bereit, wenn nötig bis zum Ende des Schuljahres zu streiken.
Die Streikwarnung im Unterrichtswesen gilt bis zum 10. Juli. "Wenn wir die Prüfungen boykottieren müssen, werden wir das tun", hieß es. Vor allem durch die geplante deutliche Erhöhung der Studiengebühren sehen sie ihre Zukunft in Gefahr.
Indes geben auch einige Jugendliche an, dass sie wegen der Unterrichtsausfälle Schwierigkeiten haben, den Stoff für die Prüfungen zu wiederholen. Am Donnerstag sollen Schuldirektionen mit Vertretern der Schulverwaltungen über die Organisation des Schuljahresendes sprechen.
rtbf/ake